Weltrekord verpasst, Ziel erreicht

Christian Karn. Mainz.
Den angestrebten Weltrekord haben die Fans des FSV Mainz 05 nicht annähernd erreicht. Sie werden damit leben können: Nur 2.500 statt der erhofften 5.500 Unterstützer spendeten für die Renovierung des Alten Rohrlagers und die Eröffnung eines Fanhauses statt der benötigten rund 100.000 Euro rund das Eineinhalbfache. Die Finanzierung des Projekts, das bis zum kommenden Sommer fertiggestellt werden soll, sollte damit stehen.

Hier entsteht unter anderem mit den eingenommenen Spenden ein "Fanhaus für Mainz". Foto: Fanprojekt MainzIm Alten Rohrlager an der Weisenauer Straße, unterhalb des Stadtparks, soll ein Fanhaus für die Freunde des FSV Mainz 05 entstehen. Das Fanprojekt Mainz und seine Unterstützer treiben das Projekt bereits seit Monaten voran, sind selbst auch handwerklich dabei. Zuletzt fehlten noch rund 100.000 Euro für die Finanzierung des Fanhauses, für die ursprünglich rund 400.000 Euro angesetzt waren. Die fehlende Summe sowie einen dick fünfstelligen Puffer für zusätzliche Kosten haben die Fans nun mit einer vierwöchigen Crowdfunding-Kampagne gesammelt. "Viele hohe Einzelsummen haben zum Rekordergebnis von über 145.000 Euro beigetragen", erklärt der Fanhaussprecher Jürgen Girtler, "den Abschlusstag nicht mitgerechnet." Das Geld komme aus mehr als 20 Nationen und von allen Kontinenten mit Ausnahme Ozeaniens. Es handle sich um die höchste Summe, die je in einem sportbezogenen Crowdfunding zusammengekommen sei. Unter diesen Umständen können die Organisatoren es verschmerzen, dass der eigentlich angestrebte Weltrekord von 5.500 Unterstützern mit nur 2.500 Spendern deutlich verfehlt wurde.

Die Spender werden nun ihre Belohnungen erhalten: alte Sitzschalen vom Bruchweg, Postkarten, Retro-Trikots, Zollstöcke. Großspender, die mehr als 250 Euro zur Verfügung gestellt haben, werden namentlich in einer Holzvertäfelung im Fankulturcafé genannt.

Eine Podiumsdiskussion schloss die Aktion am Sonntag ab. Der 05-Vorstand Rouven Schröder sprach mit Journalisten, dem Aufsichtsratsvorsitzenden Detlef Höhne und dem Publikum über sportliche Themen, die nun abgeschlossene Reorganisation der Vereinsstruktur und die wirtschaftlichen Facetten des Profifußballs.

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