Volker Kersting bleibt in Mainz

Jörg Schneider/Christian Karn. Mainz.
Das Thema ist wegen eines Presseartikels überhaupt nur in die Öffentlichkeit gelangt und hat sich schnell erledigt. Volker Kersting, Leiter des Nachwuchs-Leistungszentrums des FSV Mainz 05, wird nicht in dieser Funktion zum Bundesliga-Rivalen TSG Hoffenheim wechseln. Der 42-Jährige hatte ein entsprechendes Angebot aus dem Kraichgau vorliegen, sich aber dafür entschieden, die erfolgreiche Arbeit bei den 05ern fortzusetzen.

Auch weiterhin im 05-Poloshirt: Volker Kersting, Leiter des Mainzer Nachwuchs-Leistungszentrums. Foto: Mainz 05.Das Fachmagazin "Kicker" hatte das Thema aufgebracht und berichtet, dass Volker Kersting ein heißer Kandidat für die vakante Stelle als Leiter des Nachwuchs-Leistungszentrums der TSG Hoffenheim sei. Der 42-Jährige ist seit fünf Jahren hauptamtlich in dieser Funktion beim FSV Mainz 05 beschäftigt. Inzwischen ist die Sache vom Tisch. Kersting hatte ein solches Angebot der Hoffenheimer vorliegen, hat sich jedoch dafür entschieden, seine Arbeit am Bruchweg fortzusetzen.

"Volker Kersting hat mich vor etwa drei Wochen darüber informiert, dass er zu Gesprächen nach Hoffenheim eingeladen sei. Er war auch dort und hat mit den Verantwortlichen gesprochen, hat mir aber am Donnerstag mitgeteilt, dass er das Angebot abgelehnt und sich dafür entschieden hat, bei uns zu bleiben", sagte Christian Heidel der nullfünfMixedZone. "Wir freuen uns sehr über diese Entscheidung, denn Volker Kersting ist ein wichtiger Mann für uns in seiner Funktion."

Der 05-Manager betonte, dass die Geschichte sehr sauber abgelaufen und damit nun erledigt sei. Die TSG Hoffenheim war auf der Suche nach einem Nachfolger für Michael Mutzel. Der frühere Profi von Eintracht Frankfurt war vom NLZ der Kraichgauer zur SpVgg Greuther Fürth gewechselt. "Ich will da eigentlich gar nicht viel zu sagen", so Kersting. "Es gab diese Gespräche. Ich habe mich nach einigem Abwägen dafür entschieden, hier zu bleiben."

Der 42-Jährige steht seit 24 Jahren in Diensten des Bruchwegklubs. In den verschiedensten Funktionen. Lange Jahre als ehrenamtlicher Mitarbeiter. Seit fünf Jahren hauptamtlich als Chef des NLZ. "Ich habe das Leistungszentrum von Beginn an aufgebaut und mit zu dem gemacht, was es heute bist", sagt Kersting. "Es ist so etwas wie mein Baby." Die Entscheidung für die 05er sei ihm deshalb leicht gefallen. "Es gibt viele Dinge, die wir hier noch umsetzen wollen. Ich möchte die weiteren Entwicklungsschritte gerne begleiten." 

Das Mainzer NLZ am Bruchweg zählt zu den erfolgreichsten und ist mit der höchsten Auszeichnung zertifiziert. In Kerstings Schule wurden die Weltmeister André Schürrle und Erik Durm ausgebildet, außerdem Bundesliga-Stammspieler wie Stefan Bell, Jan Kirchhoff, Roman Neustädter, Mario Vrancic, Daniel Davari; einige weitere große Talente stehen auf dem Sprung in den Profifußball. 2009 wurden die 05er gegen Borussia Dortmund (mit Mario Götze, Daniel Ginczek, Marco Stiepermann, Tolgay Arslan und Lasse Sobiech) Deutscher U19-Meister, 2014 gewann die U17 die Meisterschaft der Bundesliga Süd/Südwest.

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