Schröder: Beeindruckend und ein tolles Gefühl

Jörg Schneider. Mainz.
Rouven Schröder hat die Auslosung der Gruppenphase in Monaco als eine professionelle und beeindruckende Veranstaltung erlebt. Der Sportdirektor hat zusammen mit Harald Strutz, dem Präsidenten des FSV Mainz 05, in einem Workshop bereits einen ersten Informationsaustausch mit den Gruppengegnern gepflegt. Anschließend ging’s für Schröder mit dem Flieger nach Frankfurt und von dort weiter zur Mannschaft nach Dortmund, wo der Bundesligist heute Abend gemeinsam die Auslosung der zweiten Runde im DFB-Pokal verfolgen wird. Morgen bestreiten die 05er dann ihr Auftaktspiel der neuen Saison beim BVB.

Rouven Schröder war beeindruckt von seinem ersten internationalen Auftritt für die 05er bei der Auslosung der Gruppenphase in Monaco. Foto: Jörg SchneiderNach der Auslosung ist vor der Auslosung: Rouven Schröder hat seinen ersten offiziellen internationalen Auftritt für den FSV Mainz 05 hinter sich und mit einem sehr guten Gefühl den Flieger in Nizza bestiegen. Der Bundesligist hat bekanntlich am Mittag in Monte Carlo die Gruppe C im Wettbewerb der Europaliga gezogen und muss sich mit dem RSV Anderlecht, AS Saint-Etienne und FK Qäbälä aus Aserbaidschan auseinandersetzen. Den 05ern sind die ganz großen Gegner wie Manchester United erspart geblieben, dafür hat der letztjährige Tabellensechste eine sportlich höchst interessante Gruppe bekommen, in der sich die Mannschaft von Martin Schmidt normalerweise Ambitionen ausrechnen dürfte, die Gruppenphase zu überstehen. „Man muss auch wirklich sagen, dass diese Auslosung für unsere Fans sehr gut ist. Anderlecht und Saint-Etienne sind einfach zu erreichen. Selbst Baku ist kein großes Problem und muss, wie ich mir habe sagen lassen, wunderschön sein“, sagte der Sportdirektor, der nach Frankfurt fliegt und von dort heute Abend noch weiterfährt zum Team nach Dortmund. Schröder will im Team-Hotel gemeinsam mit den 05-Profis die Auslosung der zweiten Runde im DFB-Pokal verfolgen, die im Anschluss an das Bundesliga-Auftaktspiel Bayern München gegen Werder Bremen erfolgt.

Für den 40-Jährigen war die Veranstaltung, die Schröder mit 05-Chef Harald Strutz, Geschäftsführer Michael Kammerer und Silke Bannick von der 05-Pressestelle miterlebte, eine höchst beeindruckende Geschichte. „Der ganze Ablauf war perfekt durchorganisiert und emotional“, erzählte Schröder vor dem Abflug der nullfünfMixedZone. Zunächst habe es einen großen Empfang mit allen Teilnehmern gegeben im Grimaldi-Forum, einem riesigen Kongresszentrum direkt am Meer. Danach seien die Sieger der vergangenen Runde im großen Stil geehrt worden und es habe ein interessantes Programm vor dem eigentlichen Beginn der Auslosung gegeben. „Das war schon alles höchst professionell und sehr beeindruckend“, sagte der 05-Sportdirektor.

Nervös seien die Mainzer Delegations-Teilnehmer eigentlich nicht gewesen, vielleicht etwas aufgeregt. Er selbst habe das Losverfahren in freudiger Erwartung erlebt. „Man macht sich so seine Gedanken, in welcher Gruppe und gegen wen man kommen wird. Und dann geht’s eigentlich recht schnell, bis man Bescheid weiß. Wenn man dann das Wappen von Mainz 05 sieht und der Name wird gezogen, das ist schon ein tolles Gefühl“, erklärte der 40-Jährige. Mit der Auslosung war der Tag für die 05er in Monaco jedoch längst nicht vorbei. „Anschließend gab’s direkt einen Workshop, in dem sich die einzelnen Gruppen jeweils in einen Konferenzraum zurückzogen und in dem wir die Verantwortlichen der kommenden Gegner dann erstmals kennengelernt haben.“ Die Mainzer führten erste Gespräche und stellten sich vor. „Harald Strutz hat ein Präsent überreicht, ein Buch über Mainz 05, von dem alle sehr beeindruckt waren.“ Man habe viel über die Gegner erfahren und auch selbst schildern können, wer Mainz 05 sei, für was der Klub stehe. Doch auch Detailfragen über Anreisemöglichkeiten, das Stadion, Hotelunterkünfte und solche Dinge seien bereits erörtert worden. Das Ganze sei eine sehr kurzweilige erste Zusammenkunft gewesen.

Mainz 05 in der Europa League

15. September, 19 Uhr:
FSV Mainz 05 - AS Saint-Étienne

29. September, Uhrzeit noch offen:
Qäbälä FK - FSV Mainz 05

20. Oktober, 21.05 Uhr:
FSV Mainz 05 - RSC Anderlecht

3. November, 19 Uhr:
RSC Anderlecht - FSV Mainz 05

24. November, 21.05 Uhr:
AS Saint-Étienne - FSV Mainz 05

8. Dezember, 19 Uhr:
1. FSV Mainz 05 - Qäbälä FK

Der erste Schritt nach Europa ist also gemacht. Die erste Partie der Gruppenphase steigt am Donnerstag, 15. September um 19 Uhr in der Opel Arena. 8000 Anhänger haben sich bereits die vom Klub angebotenen Triple-Karten für die Heimspiele gesichert, ohne Gegner und Spieltermine zu kennen. Jetzt sind die Termine fix (siehe nebenstehenden Kasten). Das Karten-Triple für die Heimspiele gegen Saint-Etienne, RSC Anderlecht und FK Qäbälä gibt’s ab morgen im freien Verkauf bis einschließlich Mittwoch, 31. August um 19 Uhr. Die Tickets sind online verfügbar, im Callcenter, in den Fanshops sowie am morgigen Samstag auch ab 10 Uhr an der Kasse der Opel Arena.  Außerdem am Sonntag im Rahmen des 05er-Sommerfests am Dom. Der Verein hat acht Kassenstationen (ab 12 Uhr) eingerichtet. Außerdem hat Mainz 05 mitgeteilt, dass der Klub zu allen drei Auswärtsspielen im Europapokal spezielle Reiseangebote für die Fans anbieten wird. Informationen darüber soll’s geben, sobald die Reiseplanungen konkrete Formen annehmen.

Für den Bundesligisten ist diese erste Teilnahme an der Gruppenphase der Europa League durchaus eine lukrative Angelegenheit. Allein die Startprämie beträgt 2,6 Millionen Euro. Bei entsprechendem sportlichen Erfolg winken weitere fette Prämien: Pro Sieg gibt’s von der Uefa 360.000 Euro, für ein Remis noch 120.000. Der Gruppensieger erhält einen Bonus von 600.000 Euro, der Tabellenzweite die Hälfte. Für das Erreichen der Runde der letzten 32 kommt noch mal eine halbe Million dazu. Jeder Achtelfinal-Teilnehmer kriegt 750.000 Euro, fürs Viertelfinale gibt’s eine Million. Wer das Halbfinale erreicht, kassiert 1,6 Millionen. Den Sieger erwartet ein Preisgeld von 6,5 Millionen, den Verlierer noch 3,5 Millionen. Die Höchstsumme, die ein Verein erreichen kann, beträgt 15,71 Millionen Euro, ohne Berücksichtigung des Anteils am Marktpool – das heißt an den Fernsehgeldern.  

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