Rodriguez mit Startchance in Baku

Jörg Schneider. Mainz.
Mit einem Kader von 20 Profis - 17 Feldspielern und drei Torhütern - fliegt der FSV Mainz 05 am Mittwochmorgen nach Aserbaidschan zu seinem ersten Auswärtsspiel in der Gruppe C der Europaliga. Die 05er treffen am Donnerstag in Baku auf Qäbälä FK. Trotz der Verletztenlage ist der Trainer guter Dinge, denn Niko Bungert ist wieder spielbereit, im Mittelfeld darf Liga-Rotsünder José Rodriguez auflaufen. „Ich mache mir überhaupt keine Sorgen, dass wir eine müde Mannschaft hätten gegen Qäbälä. Wir haben etliche Spieler, die in Form sind und kriegen einige frische dazu. Da werden wir ein frisches, gutes Team am Start haben“, sagt Martin Schmidt.

Bis auf zwei Profis war der gesamte derzeit zur Verfügung stehende Kader des FSV Mainz 05 am Dienstagnachmittag auf dem Platz beim letzten Training des Bundesligisten vor dessen Abreise am Mittwochmorgen nach Aserbaidschan, wo die Mainzer bekanntlich am Donnerstag um 17 Uhr deutscher Zeit ihr zweites Gruppenspiel in der Europaliga bestreiten. Das Team von Martin Schmidt trifft in Baku auf Qäbälä FK. Niko Bungert und Jhon Cordoba blieben in der Kabine, sind allerdings beide bereit für ihren internationalen Einsatz. „Niko hat individuell trainiert, seinen Abschlusstest gemacht und den bestanden“, sagte der 05-Trainer nachher. „Wir haben ihn nicht ins Mannschaftstraining mit reingenommen, weil zwei Trainings am Tag zu viel wären. Niko ist bereit. Er hat nach seiner Verletzung jetzt seit Sonntag trainiert, fährt mit und kann spielen. Jhon ist aus Sicherheitsgründen drin geblieben. Dem zieht’s nach den harten Spielen der vergangenen Wochen etwas im Oberschenkel. Da gehen wir kein Risiko ein.“

Yunus Malli musste nach den 90 Minuten am Bruchweg behandelt werden. Der Zehner kriegte in einem Zweikampf einen Pferdekuss auf den Oberschenkel ab. Gerrit Holtmann musste die Einheit vorzeitig abbrechen. Dem Linksaußen sei es nicht gut gegangen. Man vermute, dass da eine Grippe aufkeime. Schmidt nimmt einen 20er Kader mit nach Baku - 17 Feldspieler, drei Torhüter. Der 05 Coach glaubt, eine Mannschaft am Start zu haben, die heiß sei auf den Erfolg und das internationale Kräftemessen. „Da braucht es keine  besondere Motivation in diesen Tagen von außen. Die Motivation ist groß genug, wenn man in der Euroliga spielt und danach in Wolfsburg. Da muss man niemanden motivieren, die brennen alle.“  Man merke derzeit lediglich, dass in dieser dritten Englischen Woche am Stück die Frische der Spieler etwas nachgelassen habe. Doch auch darin sieht der 05-Trainer kein großes Problem. „Denn es sind ja nicht alle müde. Wir haben etliche frische Leute auf den einzelnen Positionen. In der Spitze mit Yoshinori Muto, auf den Bahnen. Und auf der Doppelsechs kommen mit Suat und José zwei weiter dazu. Ich mache mir überhaupt keine Sorgen, dass wir eine müde Mannschaft hätten gegen Qäbälä. Wir haben etliche Spieler, die in Form sind und kriegen einige frische dazu. Da werden wir eine frische, gute Mannschaft am Start haben.“

José Rodríguez und Fabian Frei - das könnte die Doppelsechs der 05er in Baku sein. Foto: imagoGute Chancen auf einen Platz in der Startelf hat José Rodriguez, der in der Bundesliga nach seiner Roten Karte gesperrt ist. „Er hat seit Augsburg ein sehr hartes zusätzliches Training gemacht. Er macht einen sehr guten Eindruck. Ihn brauchen wir, um auf der Sechserposition den einen oder anderen durchschnaufen zu lassen. Er macht einen aufgeräumten Eindruck und müsste ein Startkandidat sein, weil wir mit Fabian Frei und Daniel Brosinski zwei müdere Sechser haben, mit Serdar einen, der aus einer Verletzung kommt. Deshalb brauchen wir José.“

Mit der Abenteuerreise nach Aserbaidschan betreten die 05er Neuland. Eine lange Reise, Zeitumstellung, ein harter internationaler Einsatz. Darunter könnte dann auch aufgrund der aktuellen Umstände die Frische für das Bundesligaduell am Sonntag beim VfL Wolfsburg leiden. „Dann haben alle die Reise in den Knochen“, betont Schmidt. „Durch die Verletztenlage haben wir nicht die Situation, dass wir vier Leute hier lassen können, die dann komplett frisch nach Wolfsburg fahren. Für uns alle sind diese Reise-Strapazen neu. Zehn Stunden Flug hin und zurück, am Freitagmorgen Ankunft in Mainz, dann sofort Regeneration, danach gehen alle heim. Und am Samstagnachmittag um vier fliegen wir schon wieder nach Wolfsburg.“ Um das mental aufzufangen sei eine gute Leistung gegen Qäbälä wichtig. „Deshalb brauchen wir dort ein Erfolgserlebnis in Baku, weil wir wissen, dass so etwas trägt. Dafür müssen wir in diesem Spiel kämpfen - um den Erfolg und um ein positives Gefühl.“

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