Ramalhos Debüt ist noch fraglich

Jörg Schneider. Mainz.
Die Nationalspieler des FSV Mainz 05 sind alle wieder gesund und munter zurück von ihren Länderspielreisen. Mittwoch und Donnerstag stehen am Bruchweg ganz im Zeichen der Regeneration. Ab Freitag beginnt dann die intensive Vorbereitung des Kaders auf das erste Bundesliga-Heimspiel der neuen Saison. Am Sonntag (17.30 Uhr) empfangen die 05er in der Opel Arena die TSG Hoffenheim. Aktuell bangt noch André Ramalho um seinen ersten Pflichtspieleinsatz für den neuen Klub. Der Brasilianer hat sich im Testspiel gegen Sandhausen eine Wadenverletzung zugezogen und wird derzeit behandelt.

Wadenprobleme: Das Pflichtspieldebüt für Andrej Ramalho am Sonntag gegen die TSG Hoffenheim ist noch fraglich. Foto: Jörg Schneider Der Großteil der Mannschaft war schon unterwegs zum Duschen, nur Pablo De Blasis übte auf dem Trainingsrasen am Bruchweg mit Flankengeber José Rodriguez und Giulio Donati Torabschluss-Situationen im Strafraum. Und am Rande des Spielfeldes steckten Martin Schmidt und Yunus Malli die Köpfe zusammen. Malli ist ebenso wie die übrigen Nationalspieler des FSV Mainz 05 zurück vom Länderspielausflug. Der Trainer führte ein langes Einzelgespräch mit seinem Zehner. Das Thema dürfte die am Sonntag anstehende Partie gegen die TSG Hoffenheim gewesen sein. Einen Gegner, der Malli besonders liegt. Besonders im eigenen Stadion. Beim 3:1-Sieg in der vergangenen Saison erzielte der Deutsch-Türke alle drei Mainzer Tore, insgesamt hat er bisher vier Treffer gegen die Hoffenheimer erzielt – so viele, wie gegen keinen anderen Bundesligisten.

Und weil sich auch Jhon Cordoba im letzten öffentlichen Training dieser Woche in blendender Form zeigte, von seiner Verletzung überhaupt nichts mehr zu sehen war und der Mittelstürmer am Mittwoch einen Treffer nach dem anderen erzielte, dürfte Schmidt am Sonntag in der Opel Arena zumindest in der Offensivachse zwei Optionen sicher haben. Überhaupt kann der Trainer im ersten Heimspiel der neuen Saison und zu Beginn der Englischen Wochen personell aus dem Vollen schöpfen. Alle Nationalspieler sind gesund zurückgekehrt. Nur Neuzugang André Ramalho bereitet dem Coach noch ein paar Sorgen. Den Brasilianer plagt noch immer eine Verletzung der Wadenmuskulatur aus dem Testspiel gegen den Zweitligisten SV Sandhausen, das der Bundesligist bekanntlich vergangene Woche mit 1:3 verloren hatte. „Er hat nach dem Spiel regeneriert, aber dann am Montag beim Einlaufen wieder etwas gespürt. Deshalb nehmen wir ihn heute und morgen raus. Er liegt im Moment auf der Massagebank“, so der Trainer nach dem Training am Nachmittag.  Auch Levin Öztunali und Jena-Philippe Gbamin hatten am Mittwoch Pause, weil beide am Dienstag noch Länderspieleinsätze bestritten. „Am Donnerstag kriegen die anderen frei, die wie Yoshi Muto um die halbe Welt geflogen sind und gespielt haben. Auch für diejenigen, die hier waren, reduzieren wir morgen das Programm. Ab Freitag geht es dann gezielt und intensiv hin zum Spiel“, so Schmidt.

Ob Ramalho am Sonntag sein Pflichtspieldebüt geben wird, ist also noch offen und wird davon abhängen, welche Eindrücke der Brasilianer in den letzten zwei Trainingstagen hinterlassen kann. Es müsse auf jeden Fall besser werden, als im Test gegen sandhausen, sagt der 24-Jährige. „Das Testspiel war nicht das beste Spiel, nicht so, wie ich mir das vorgestellt habe.“ In der vergangenen Saison bei Bayer Leverkusen hat der Profi oft auf der Innenverteidiger-Position gespielt, in Mainz möchte er sich eins weiter vorne durchsetzen. „Meine Lieblingsposition ist auf der sechs. Das gefällt mir am besten, weil diese Rolle total wichtig für die Mannschaft ist, man attackieren kann, aber auch Bälle verteilen. Das macht mir Spaß. Mein Ziel ist es möglichst viel zu spielen, dass wir eine Supersaison hinlegen und dann muss man sehen. Ich will mich hier wohlfühlen und alles geben.“

 

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