Pilotenstreik stört Rückreise

Jörg Schneider. Mainz.
Der Streik bei der Lufthansa verzögert offenbar die Rückreise der Nationalspieler des FSV Mainz 05. Der Bundesligist rechnet damit, dass Yoshinori Muto und Jhon Cordoba frühestens am Donnerstag wieder ins Training einsteigen können. Bei Pierre Bengtsson und Julian Baumgartlinger, die heute Abend in Stockholm direkt aufeinandertreffen, versucht der Klub, die Profis am Mittwochmorgen mit einer anderen Fluglinie zurückzuholen. Unterdessen sieht es danach aus, dass der angeschlagene Jairo für das Schalke-Spiel am Sonntag nicht zur Verfügung stehen wird.

Das ist sicherlich nicht gerade die beste Vorbereitung auf das Bundesliga-Auswärtsspiel am Sonntag beim FC Schalke 04: Die Nationalspieler des FSV Mainz werden wahrscheinlich nicht wie vorgesehen am Mittwoch schon wieder zurück in Mainz sein und ins Mannschaftstraining einsteigen können. Grund dafür ist der Pilotenstreik bei der Lufthansa. Jhon Cordoba, Yoshinori Muto, Julian Baumgartlinger und Pierre Bengtsson haben Rückflug-Verbindungen mit der deutschen Airline gebucht und sind vom Ausfall der zahlreichen Auslandsflüge betroffen.

„Wir schauen derzeit, was möglich ist“, sagte Teammanager Axel Schuster nach dem Training am Dienstagmorgen am Bruchweg. „Wir prüfen im Moment, ob wir umbuchen können auf andere Fluggesellschaften.“ Im Fall von Bengtsson und Baumgartlinger die sich heute Abend in der EM-Qualifikation in Stockholm duellieren, dürfte dies das kleinere Problem darstellen. Bei Cordoba, der aus Kolumbien anreist, rechnen die 05er allerdings mit massiver Verspätung. „Jhon wird frühestens am Donnerstag ins Training einsteigen können“, sagte Schuster. Auch Muto wird wohl erst am Donnerstag mit der Schalke-Vorbereitung beginnen können. Der Japaner reist aus Teheran an, wo seine japanische Nationalmannschaft gegen Afghanistan antritt.

Für Jairo Samperio wird es eng: Das Schalke-Spiel kommt noch etwas zu früh für den Spanier. Foto: Jörg SchneiderUnterdessen ist Gonzalo Jara aus Südamerika zurück und hat am Dienstag wieder mit dem Bundesligateam trainiert. Leon Balogun ist bereits am Sonntag aus Afrika zurückgekehrt. Der Verteidiger hatte sich im Training seiner nigerianischen Nationalmannschaft verletzt. Balogun hatte einen Tritt oberhalb des Sprunggelenks kassiert und sich dabei eine Läsion des vorderen Syndesmosebands zugezogen. Die 05er setzten beim nigerianischen Verband durch, dass der Spieler schnellstmöglich nach Mainz zurückkehrte, weil vor Ort keine Bilder von der Verletzung gemacht worden waren. Das ist dann in Mainz am Montag nachgeholt worden. Die Verletzung ist nicht dramatisch, Balogun konnte am Dienstagmorgen Teile des Trainings bestreiten, absolvierte danach eine leichte Spezialeinheit und soll morgen bereits wieder ins Mannschaftstraining einsteigen.

Für Jairo Samperio wird dieser Termin noch zu früh kommen. Der Spanier hatte sich bekanntlich einen starken Bluterguss in der Wade zugezogen, der auf den Muskel drückte und jede Belastung verhinderte. Der Muskel selbst sei nicht beschädigt, hieß es am Bruchweg. Jairo müsse jedoch zuerst wieder schmerzfrei sin, um an Training denken zu können. Für die Partie am Sonntag dürfte der Flügelstürmer eher nicht  infrage kommen.

Ansonsten freue sich die 05er schon auf die Partie in Gelsenkirchen. „Das wird wieder so ein kleines Klassentreffen“, sagte Stefan Bell am Dienstag. Es ist das erste Aufeinandertreffen mit Johannes Geis, der im Sommer in den Ruhrpott gewechselt war. „Das erste Spiel gegen einen ehemaligen Kollegen ist immer etwas komisch“, weiß Bell. Doch das kenne man ja. Nach dem Programm in dieser Länderspielpause und drei freien Tagen sei die Mannschaft nun bereit und motiviert, sich dem schweren Herbstprogramm zu stellen. „Die Länderspielpause kam uns ganz gelegen nach der langen Vorbereitung und den ersten Saisonwochen“, sagte der Innenverteidiger. „Nachdem wir zweieinhalb Monate durchgepowert hatten, war das jetzt mal etwas entspannend und gut. Denn wir haben viele Spiele vor uns in nächster Zeit. Jetzt geht es erst richtig los.“

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Das Dienstag-Training in Bildern: