Nedelew erneut nach Plowdiw ausgeliehen

Christian Karn. Mainz.
Der FSV Mainz 05 hat Todor Nedelew erneut an seinen Stammklub Botew Plowdiw ausgeliehen. Der bulgarische Mittelfeldspieler, der im Winter 2013/14 von dort zu den 05ern kam, spielte bereits in der vergangenen Rückrunde auf Leihbasis in seiner Heimat. In der Saison 2017/18 wird er nach jetzigem Stand noch einmal bei den 05ern unter Vertrag stehen.

In der EM-Qualifikation war Todor Nedelew zuletzt häufiger zu sehen als in der Bundesliga; Erfolg hatte der Bulgare mit der Nationalmannschaft jedoch auch nicht. Foto: imagoEin weiterer im Grunde ausgemusterter Spieler verließ heute den FSV Mainz 05: Wenige Wochen nach der Rückkehr von Botew Plowdiw wurde Todor Nedelew erneut für ein Jahr an seinen Stammklub ausgeliehen. Nach aktuellem Stand wird der bulgarische Mittelfeldspieler in der Saison 2017/18 noch einmal in Mainz unter Vertrag stehen; ein weiterer Verbleib dürfte weniger wahrscheinlich sein als ein Modell, nach dem Nedelew im kommenden Sommer endgültig abgegeben wird.

Im Herbst 2013 hatten die 05er den damals 20-jährigen bulgarischen Nationalspieler durchaus mit großen Hoffnungen und für eine stattliche Ablöse, angeblich knapp unter drei Millionen Euro, verpflichtet. Der damalige 05-Manager Christian Heidel hatte einen "extrem torgefährlichen Spieler, der auf allen Offensivpositionen einsetzbar ist", angekündigt, Nedelew sei ein "sehr junger Spieler, der aber schon erstaunlich viel Erfahrung hat. Wir werden ihn ab Januar behutsam weiterentwickeln, wie uns dies bereits bei vielen anderen Spielern gelungen ist."

Knapp drei Jahre später muss man wohl festhalten: Bei diesem Spieler ist es nicht gelungen. Der eher introvertierte Nedelew zeigte sein Talent durchaus immer mal wieder, fremdelte aber in der ungewohnten Umgebung, hatte auch Verletzungsprobleme, kommt als 05er auf gerade mal zwei Bundesliga-Einwechslungen über insgesamt eine gute Viertelstunde im März und April 2014. Darüber hinaus saß er an 68 Spieltagen lediglich viermal auf der Ersatzbank. Größere Spuren hinterließ der Bulgare in der zweiten Mannschaft, für die er in drei Regional- und fünfzehn Drittligaspielen allerdings auch nur zwei Tore schoss und drei vorbereitete. Ein vermeintliches Hoch in der Vorbereitung zur vergangenen Saison verpuffte.

In Bulgarien spielte Nedelew im vergangenen halben Jahr eine größere Rolle: drei Tore in zwölf Spielen sind nicht sensationell, aber ordentlich. Ganz aufgeben wollen die 05er den Mittelfeldspieler offenbar noch nicht. "Todor spielt in der kommenden Saison auf seinen ausdrücklichen Wunsch in seiner Heimat", teilt Sportdirektor Rouven Schröder mit. "Wir hoffen, dass er dort wie bereits in der vergangenen Rückrunde zu vielen Einsätzen kommt, sein Spiel weiter entwickelt und danach seine Chance bei uns nutzen kann."

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