Muto muss noch Medizin-Check bestehen

Jörg Schneider. Mainz.
Julian Baumgartlinger, Pierre Bengtsson, Joo-Ho Park und Stefanos Kapino melden sich an diesem Sonntag aus dem Urlaub zurück. Bevor das Quartett der Nationalspieler am Dienstag in den Trainingsbetrieb des FSV Mainz 05 einsteigt, stehen noch die medizinische Untersuchung sowie die Leistungsdiagnose an. Yoshinori Muto wird am Dienstag in Mainz erwartet. Der Japaner muss sich dann zunächst dem Medizincheck unterziehen. Den sollte der Neuzugang erfolgreich bestehen, damit sein Vierjahresvertrag beim Bundesligisten gültig wird.

Den Ball flach halten, bei der Hitze am besten jede Anstrengung vermeiden. Das galt am Sonntag auch für die Fußball-Profis des FSV Mainz 05. Nach dem ersten Testspiel zum Abschluss einer ersten, extrem ermüdenden Trainingswoche war Regeneration angesagt am Bruchweg. Satt Auslauftraining gab es nach dem 6:0-Sieg im Freundschaftsspiel in Desloch gemütliches Radeln im Gonsenheimer Wald und anschließend eine offiziell verordnete Ruhepause bis morgen.

Bevor Yoshinori Muto (rechts) diese Woche ins 05-Training einsteigt, muss der Japaner noch den Medizin-Check bestehen, damit sein Vertrag gültig wird. Foto: ImagoUnterdessen füllt sich der 05-Kader langsam auf. Julian Baumgartlinger, Pierre Bengtsson, Joo-Ho Park und Stefanos Kapino melden sich im Laufe des Tages zurück aus dem Urlaub. Am Montag stehen für die Nationalspieler die medizinische Eingangs-Untersuchung sowie die Leistungsdiagnose auf dem Dienstplan. Ab Dienstag steigt das Quartett dann ins Mannschaftstraining ein. Yoshinori Muto wird ebenfalls am Dienstag in Mainz erwartet. Für den japanischen Nationalspieler wird es dann vor der eigentlichen Arbeit noch einmal Ernst: Der 22-Jährige muss sich zunächst  dem Medizin-Check unterziehen. Und den muss der Neuzugang erfolgreich bestehen, damit der Vierjahresvertrag, den der Bundesligist mit dem Stürmer abgeschlossen hat, auch gültig wird.

Yunus Malli und Ja-Cheol Koo melden sich dann am Ende der Woche zurück. Ebenso Gonzalo Jara – falls der Chilene nicht bis dahin bereits einen neuen Verein gefunden hat. Am Bruchweg beginnt die zweite Trainingswoche an diesem Montag mit einer Vormittagseinheit auf dem Rasen sowie Athletiktraining am Nachmittag in der Halle.

Im Mittelpunkt dieser ersten Vorbereitungsphase steht weiterhin die Grundlagen-Ausdauerarbeit. „Für uns ist es wichtig, in diesen ersten drei Wochen Vorbereitung konditionelle Schwerpunkte zu setzen“, sagt Martin Schmidt. Dass die 05er in diesem Bereich noch einiges an schweißtreibenden Übungen vor sich haben, zeigte sich beim 6:0-Sieg gegen den Landesligisten. Neben der bisherigen Belastung sorgte dabei natürlich auch die große Hitze dafür, dass die 05-Profis müde Beine hatten.

„Wir haben hier bei uns am Bruchweg beste Voraussetzungen und alle Gerätschaften dafür, um uns auf diesem Sektor optimal vorzubereiten“, sagt der 05-Trainer. Die nächsten Schritte erfolgen dann im Trainingslager in Évian les Bains   am französischen Ufer des Genfer Sees, wo Schmidt mit seinem Kader vom17. bis 23 Juli sein Trainingslager bezieht. In Frankreich geht es dann ums Feintuning, um spielerisch- taktische Inhalte. „Außerdem wollen wir dann in den Testspielen dort schon Spitzen setzen“, so der Schweizer. Die 05er haben sich bekanntlich zwei starke Gegner ausgesucht:  Die Mainzer spielen am 19 Juli in Albertville gegen den AS St-Etienne, den Fünften der französischen Meisterschaft. Sowie drei Tage später in Genf gegen den Champions-League-Viertelfinalisten AS Monaco. „Da muss es dann krachen“, sagt Schmidt, „ich denke so bereiten wir uns bestens auf die Bundesliga vor.“

An der Spielsystematik will der 05-Trainer auch nach dem Weggang von Shinji Okazaki und Johannes Geis grundsätzlich wenig ändern. Die Mainzer wollen sich Zeit lassen bei der Suche nach einem weiteren Stoßstürmer und sehen sich in der Offensive jetzt schon gut aufgestellt. Mit Maximilian Beister und Yoshinori Muto habe man das Tempo auf den Flügeln optimiert, sagt Schmidt. Die offensiven Positionen sind alle gut und doppelt besetzt. „Ich weiß, dass sich etliche Spieler an verschiedene Systematiken anpassen können.“

In der Offensive und im Mittelfeld ist die Konkurrenz innerhalb des 05-Kaders am größten. Mit Baumgartlinger, Danny Latza, Christoph Moritz, Fabian Frei, aber auch mit dem jungen Suat Serdar streiten sich gleich fünf Akteure um die Doppelsechs. „Wer auf dem Platz steht, soll Druck machen“, lautet die Devise des Trainers. „Jeder soll von Anfang an um seinen Platz kämpfen.“ Das gilt auch für Frei, den bisher hochkarätigsten Zugang des Bundesligisten. Der Schweizer Nationalspieler mit viel Champions-League-Erfahrung sollte normalerweise der logische Geis-Nachfolger sein und deutet bisher auch an, dass er diese Rolle will. Doch auch Frei muss sein Spiel den 05-Prinzipien anpassen. „Fabian spielt von der Position her ähnlich wie Johannes, aber er interpretiert die Rolle einen Tick offensiver. Das ist durchaus so gewollt“, sagt Schmidt. Frei denke mehr ans Spiel nach vorne und soll in die Rolle des Spielgestalters hineinwachsen.