Muto fehlt mindestens vier Wochen

Jörg Schneider. Wolfsburg.
Der FSV Mainz 05 rechnet mit einer rund vierwöchigen Pause für Yoshinori Muto. Der Japaner hatte sich bekanntlich im Europaliga-Spiel in Baku einen Anriss des Innenbandes im rechten Knie zugezogen, die konservativ behandelt wird. Bitter für den Japaner, der gerade wieder auf dem Weg zur Bestform war nach den beiden Außenbandverletzungen aus der vergangenen Saison, die den Stürmer die Rückrunde kosteten. „Yoshi muss jetzt viel Geduld aufbringen, damit er im November wieder dabei sein kann“, sagt Martin Schmidt. Fabian Frei hat sich im Übrigen eine Oberschenkel-Zerrung zugezogen.

Vergangene Saison in Hannover begann die Verletzungsmisere im Knie von Yoshinori Muto. Jetzt zwingt ein Teilabriss des Innenbandes den Stürmer zur Zwangspause. Foto: ImagoDer ursprüngliche Matchplan von Martin Schmidt für das Auswärtsspiel in der Bundesliga beim VfL Wolfsburg sah vor, aus einer stabilen Defensivformation mit einer Doppelspitze den Erfolg zu suchen. Mit Jhon Cordoba und Yoshinori Muto an dessen Seite. Der Trainer des FSV Mainz 05 musste diese Idee allerdings bereits im Vorfeld des späteren 0:0 in der VW Arena wieder begraben. Muto hatte sich im Gruppenspiel der Europa League am vergangenen Donnerstag gegen FK Qäbälä in Baku in einem Zweikampf kurz vor Spielende einen Anriss des Innenbandes im rechten Knie zugezogen und erlebte den 3:2-Erfolg seiner Mannschaft, zu dem der Japaner den Führungstreffer beigesteuert hatte, unter Schmerzen in der Kabine.

Die neuerliche schwere Verletzung des Stürmers ist ein harter Rückschlag für den 24-Jährigen und dessen Klub. Muto war nach seiner langen, verletzungsbedingten Zwangspause gerade wieder in Form gekommen. Zwei Joker-Tore in der Bundesliga, eines im Europapokal. Das sah schon wieder gut aus, was der Japaner auf den Platz brachte nach dieser so unglücklichen Vorsaison mit zwei Außenbandanrissen im Knie, die zur Folge hatten, dass für den Stürmer die Runde nach dem 20. Spieltag zu Ende war. „Das ist ein neuerlicher und zusätzlicher schwerer Schlag, der ihm und uns sehr weh tut“, sagte Schmidt nach der Partie in Wolfsburg. „Wir haben ihn seit anderthalb Montane behutsam aufgebaut. Yoshi war richtig gut drauf und auf einem guten Weg. Er muss jetzt viel Geduld aufbringen, damit er im November wieder dabei sein kann.“

Die Teilruptur im Knie wird nicht operiert, sondern konservativ behandelt. Die 05er rechnen mit einem Trainingsausfall von etwa vier Wochen. „Wir sind in dieser Saison leider nicht verschont geblieben von solchen Verletzungen“, sagt Rouven Schröder. Dennoch ist der Kader, den der Sportdirektor mit dem Trainer zusammengestellt hat,  bisher gut und relativ erfolgreich durch diese Startphase der Saison gekommen mit dem umfangreichen Spielprogramm in den Englischen Wochen. Nach der Länderspielpause kommt dann der nächste Intensiv-Block mit Bundesliga, DFB-Pokal und Europaliga. Und Schmidt macht sich da schon ein paar Sorgen hinsichtlich seiner Besetzung im Angriffszentrum. „Im Moment fällt es schon schwer sich zu erdenken, wie wir diesen nächsten Siebenerblock angehen“, sagte der Trainer. Emil Berggreen dauerletzt, nun wieder Muto in der Reha, Cordoba ist der einzige nominelle Mittelstürmer im Kader. „Jhon kann aber nicht sieben Spiele lang durchspielen. Yoshi war die sehr gute Ergänzung zu ihm. Es gibt Spiele, wo Yoshi sehr gut taktisch passt auf den Gegner. Diese Möglichkeit ist uns nun genommen.“

Natürlich kann der Coach vorne variieren, wenn Cordoba aus Gründen der Belastungssteuerung pausieren oder von der Bank kommen muss. Yunus Malli kann beispielsweise auswärts eine Konterspitze sein. Pablo De Blasis könnte ins Zentrum wechseln, Karim Onisiwo ebenfalls. Doch alle diese Maßnahmen würden Schmidt auch die gewohnten Stärken in der Offensivabteilung nehmen. Da muss sich der Coach taktisch und von der Systematik her etwas einfallen lassen für das eine oder andere Spiel. Immerhin erwarten die 05er zum nächsten Bundesliga-Duell mit dem SV Darmstadt 98 am Samstag in acht Tagen in der Opel Arena den seit Wochen verletzten Jairo Samperio zurück, der nach seiner Innenbandverletzung aus dem Pokalspiel in Unterhaching sein Comeback plant. Auch Leon Balogun und André Ramalho sollen nach der Liga-Unterbrechung wieder fit zur Verfügung stehen. Fabian Frei, der in Wolfsburg in der zweiten Halbzeit verletzt raus musste, hat sich aufgrund der intensiven Belastung eine Oberschenkel-Zerrung zugezogen. Der Schweizer verzichtet in Absprache mit seinem Verband auf die Länderspielreise und bleibt zur Behandlung in Mainz. Die von Schmidt in Wolfsburg geäußerte Prognose, dass Frei vier bis sechs Tage mit dem Training aussetzen müsse, erscheint allerdings etwas optimistisch.

 

 

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