Muto bricht Training ab

Jörg Schneider. Mainz.
Das Gastspiel am Samstag beim Hamburger SV muss der FSV Mainz 05 ohne den gelbgesperrten Danny Latza bestreiten. Nun bangt der Bundesligist auch um Yoshinori Muto. Der Stürmer musste das Dienstagtraining wegen Oberschenkelproblemen vorzeitig abbrechen. Auch der Einsatz von Niko Bungert und Leon Balogun im Auswärtsspiel bliebt weiterhin fraglich.

Yoshinori Muto, 1:0-Torschütze aus dem Derby, musste am Dienstag das Training wegen Oberschenkelproblemen vorzeitig abbrechen. Es passierte gegen Ende der Wochenauftakts-Einheit am Dienstagmorgen in einem Trainingsspiel in Turnierform. Yoshinori Muto griff sich nach einem Zweikampf im Anschluss an einen Sprint an den hinteren rechten Oberschenkel, musste raus aus der Partie und gleich am Trainingsplatz behandelt werden. Der rechte Oberschenkel des Japaners signalisierte Probleme. Der Stürmer beendet sofort die Einheit. Eine Ultraschall-Untersuchung soll zeigen, ob es sich um eine ernstere Verletzung handelt, die den Einsatz des 23-Jährigen im Auswärtsspiel am Samstag beim Hamburger SV gefährden könnte.

Dort muss Martin Schmidt ohnehin schon auf Danny Latza verzichten. Der Leistungsträger der vergangenen Wochen auf der Sechser-Position ist nach seiner Gelben Karte aus dem Derby gesperrt. Darüber hinaus bleibt der Einsatz von Niko Bungert (Schmidt: „Ich weiß nicht, ob wir Niko bis Samstag hinkriegen“) und Leon Balogun (Sprunggelenkprobleme) fraglich. Am Dienstagmorgen durften Julian Baumgartlinger, Jairo, Loris Karius und Niki Zimling zwecks Schonung drin bleiben. Fabian Frei und Henrique Sereno absolvierten ein Spezial-Aufbautraining auf dem Nebenplatz. Philipp Klement (Oberschenkel-Probleme) und Jhon Cordoba mussten weiterhin aussetzen. „Jhon hat eine Sprinter-Muskulatur. Er hat drei Wochen lang richtig Vollgas gegeben und wieder muskuläre Schwierigkeiten bekommen“, erklärt der 05-Trainer. „Wir werden bei ihm die Sicherheitsschiene fahren, damit es nicht wieder wie im September zu lange dauert, bis wir ihn wirklich athletisch und physisch auf Bundesliganiveau haben“, so Schmidt. „Jhon sagt selbst, er habe noch nie auf einem solch hohen Level trainiert. Sein Potenzial werden wir hoffentlich dann in der Rückrunde sehen. Er braucht einen soliden Aufbau und die Winter-Vorbereitung.“

Den Richtigen ziehen und stellen

Einen logischen Nachfolger für Latza in Hamburg gibt es nicht. Nur einige Kandidaten, die sich in dieser Trainingswoche für den Job anbieten können. „Suat Serdar ist wieder da, ich habe Daniel Bohl ins Training genommen, Gonzalo Jara hat’s zweimal gespielt, Chris Moritz ebenfalls gegen Hoffenheim und Leverkusen. Wir werden schauen, wer sich heraustut, wer eine gute Körpersprache hat, wie die taktische Herangehensweise ist. Dann werden wir den Richtigen ziehen und stellen“, sagt der 05-Trainer.

Hoffnungen, zumindest auf einen Bank-Platz im Spiel bei seinem Ex-Klub, macht sich Maximilian Beister. „Sein Ziel war, bis dahin topfit und bereit zu sein“, berichtet Schmidt. „Jetzt braucht es eine gute und solide Woche, dann werden wir sehen, wo er am Wochenende ist. Maxis Entwicklung passt, er trainiert jetzt seit drei Wochen auf einem guten, intensiven Niveau. Das Knie ist stabil, das verletzte Kreuzband macht keine Mühe mehr, er hat 100 Prozent Streckung und Beugung. Der ist fit für die Bundesliga. Er braucht jetzt noch eine Top-Woche, dann ist er sicher bereit. Er ist dabei im Kampf um den Kader.“

Nicht in Hamburg, aber zwei Wochen später beim Vorrunden-Finale in Berlin, könnte Fabian Frei sein Comeback geben nach dem langen Ausfall wegen eines Sehnenrisses. „Das kann jetzt schnell gehen“, sagt der Trainer. „Er ist seit einem Monat im Bereich Ausdauer top trainiert. Was er braucht, ist jetzt Teamtraining. Der Körper ist voll funktionsfähig, leider sind es nur noch zweieinhalb Trainingswochen. Wenn er plötzlich Ende der Woche sagt, er fühlt sich gut und dann eine weitere Woche voll trainiert, kann es reichen für den Kader im letzten Spiel. Aber wenn du solange raus bist, können im Teamtraining handlungsschnelle Bewegungen und Gegendruck auslösen, dass es woanders zwickt.“ Man werde kein Risiko eingehen beim Schweizer Nationalspieler. „Wir brauchen ihn nicht für ein Spiel zu drängen, wenn er nachher fünf Bonuswochen hat, um sich ran zuarbeiten. Wichtig für ihn, Cordoba oder Sereno ist es, mit einem guten Gefühl in die Pause zu gehen. Das heißt konkurrenzfähig im Teamtraining sein und dann rein in die Vorbereitung.“

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