Martin Schmidt: Nicht lange überlegt

Jörg Schneider. Mainz.
Der notwendige Papierkram ist erledigt, Martin Schmidt hat seinen Vertrag beim FSV Mainz 05 am Montag aufgelöst, übernimmt ab sofort das Amt des Cheftrainers beim VfL Wolfsburg und löst Andries Jonker ab, der am Vormittag entlassen worden war. Der 50-jährige Schweizer erhält einen Vertrag bis 2019 bei dem mit vier Punkten aus vier Spielen gestarteten Liga-Konkurrenten. „Es war schnell klar, dass Martin diese reizvolle Aufgabe in Wolfsburg übernehmen wollte. Dem wollten wir nicht im Wege stehen“, sagte Rouven Schröder.

Endgültiger Abschied: Martin Schmidt hat am Montag seinen Vetrag aufgelöst und ist ab sofort neuer Cheftrainer beim VfL Wolfsburg. Foto: ImagoVon Mainzer Seite aus ist die Geschichte erledigt: Martin Schmidt kann ab sofort für seinen neuen Arbeitgeber tätig werden. Rund vier Monate nach seiner Freistellung beim Bundesligist übernimmt der Schweizer Fußball-Lehrer das Am des Cheftrainers beim Mainzer Liga-Konkurrenten VfL Wolfsburg und wird damit Nachfolger des am Montag entlassenen Andries Jonker. Am Vormittag hatte der 50-Jährige seinen noch bis Ende dieser Saison laufenden Vertrag bei den 05ern aufgelöst und den erforderlichen Papierkram mit Rouven Schröder erledigt.

„Ist doch klar, dass wir den Vertrag auflösen, damit Martin in Wolfsburg unterscheiben kann“, sagte der 05-Sportvorstand anschließend der nullfünfMixedZone. „Wir haben mit Martin immer einen offenen Dialog geführt. Es war schnell klar, dass er diese reizvolle Aufgabe in Wolfsburg übernehmen wollte. Dem wollten wir nicht im Wege stehen“, sagte Schröder, der sich schon auf das Wiedersehen mit dem Ex-Coach als neuen Konkurrenten freut. Am Samstag in acht Tagen bestreiten die 05er ihr Auswärtsspiel bei Schmidts neuem Klub.

„Ich denke, es ist für ihn sehr reizvoll dort, bei dem Potenzial, dass dieser Verein hat. Dort kann Martin noch mehr aus dem Vollen schöpfen. Das kann gut passen mit seiner akribischen und fleißigen Arbeitsweise. Er hat jetzt genügend Kraft geschöpft, um sich dort sofort richtig reinzuknien. Wir wünschen ihm alles Gute für die neue Aufgabe.“

Mainz 05 und Schmidt hatten sich nach der erfolgreichen Nichtabstiegsaktion im Mai im beiderseitigen Einvernehmen getrennt. Der Schweizer leitete bereits am Montagnachmittag das Abschlusstraining bei den Wolfsburgern, die am Dienstag bereits gegen den SV Werder Bremen in der Englischen Woche antreten müssen. Der ambitionierte Klub hat sich nach vier Punkten aus vier Spielen von Jonker getrennt. Schmidt, der einen Vertrag bis 2019 unterschrieben hat, soll den VfL nun nach oben führen. Der 50-Jährige, so heißt es in Wolfsburg, wird in seinem neuen Trainerteam mit dem ehemaligen Mainzer U19-Trainer Stefan Sartori als Co-Trainer zusammenarbeiten sowie mit Torwarttrainer Andreas Hilfiker und Pascal Formann, Konditionstrainer Stephan Kerth und Rehatrainer Michele Putaro. Sportdirektor Olaf Rebbe dankte dem Ex-05-Coach für dessen kurzfristige Zusage und ist davon überzeugt, dass der Trainer mit seiner Erfahrung und seinen Stärken sehr gut zum VfL passe.

„Ich musste und konnte auch nicht lange überlegen, das Cheftraineramt beim VfL zu übernehmen. Von der ersten Kontaktaufnahme bis zur Unterschrift sind nur wenige Stunden vergangen", verriet Schmidt in Wolfsburg. „Es ist kein Geheimnis, dass der VfL vor einigen Monaten schon einmal an mir Interesse gezeigt hatte, dies aber damals für mich aus Respekt und Loyalität gegenüber Mainz 05 nicht in Frage kam. Ich freue mich sehr auf diese Aufgabe, auch wenn jetzt nicht viel Zeit bleibt, sich einzugewöhnen, da zwei wichtige Spiele vor uns liegen."

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