Laufwege der Rückrunde

Christian Karn. Mainz.
2014/15 - eine ereignisreiche und spannende Saison für den FSV Mainz 05 in der Bundesliga mit Höhen und Tiefen, aufregend und facettenreich. Mit Erfolgen und Niederlagen, alten und neuen Protagonisten. Die nullfünfMixedZone beleuchtet noch einmal die neunte Bundesligasaison der Fußballer vom Bruchweg mit Geschichten, Bildern und Zahlen, mit Besonderheiten und Randerscheinungen. Zum Auftakt haben wir in Kooperation mit www.fsv05.de die verschiedenen Aufstellungen und Spielsysteme der vergangenen 17 Spieltage in einer Infografik zusammengestellt, in der Sie den Weg jedes einzelnen Spielers durch die Rückrunde verfolgen können.

Das vergangene halbe Jahr war eines der komplexesten des FSV Mainz 05 in der Bundesliga. Es begann mit dem höchsten Sieg der 05er in dieser Spielklasse, hatte als weitere Höhepunkte den 100. Bundesligasieg der Mainzer (in Augsburg) und ihr 400. Bundesligator (Stefan Bell gegen Schalke), aber auch einen Tiefpunkt: Erstmals in der Bundesliga (und Jörn Andersens Rauswurf vor dem ersten Spieltag unterschlagen wir) sah man am Bruchweg die Notwendigkeit einer Trainerentlassung, um sich aus dem dicksten Abstiegskampf herauszuhalten - was ja durchaus geklappt hat.

Auch bezüglich der Aufstellungen markiert der Wechsel vom immer etwas mit der 05-Kultur fremdelnden Kasper Hjulmand zum erfahrenen Mainzer Martin Schmidt eine Zäsur; das erkennt man in der Infografik, in der wir zusammengestellt haben, wer wann auf welcher Position gespielt hat. 

26 Spieler standen in den zurückliegenden 17 Partien im Spieltagskader. Darunter drei, die keine Minute gespielt haben, und einer, der immer in der Startelf stand. Wir haben diese Spieler wie bereits in der Winterpause in fünf Gruppen aufgeteilt: Torhüter, Verteidiger, Stürmer - und zwei Mittelfeldgruppen, nämlich Aufbauspieler wie Julian Baumgartlinger oder Johannes Geis sowie Offensivspieler wie Yunus Malli, aber auch die Außenstürmer Jairo und Sami Allagui. Wir haben zusammengestellt, wer an welchem Spieltag von Anfang an spielte, eingewechselt wurde, Ersatzspieler oder verletzt war - wer ausgewechselt wurde, spielte für uns dabei keine Rolle.

Dabei stellt sich heraus: Konstanz gab es (weitestgehend) im Zentrum. Loris Karius hat abgesehen von seiner Rotsperre immer im gespielt, Johannes Geis und Julian Baumgartlinger waren annähernd immer die Doppelsechs, Yunus Malli im Grunde immer der Zehner, Shinji Okazaki der Mittelstürmer. Die Besetzung der Innenverteidigung hingegen ist etwas unübersichtlicher; das hing weniger damit zusammen, dass Schmidt das etablierte Duo Stefan Bell/Niko Bungert vom ersten Spiel an die Seiten tauschen ließ, sondern mit Verletzungen und Daniel Brosinskis Sperre.

Dieser war auf der rechten Abwehrseite grundsätzlich auch eine Konstante, die es auf der linken Seite nicht gab; Pierre Bengtsson und Joo-Ho Park teilten sich die Rückrunde. Und auf den offensiven Flügeln, an Mallis Seiten, spielten im Grunde immer zwei Mann, aber nicht immer die selben und gleiche Spieler nicht immer auf der gleichen Seite: Jairo Samperio, Pablo de Blasis, Ja-Cheol Koo sowie die oft verletzt fehlenden Christian Clemens und Jonas Hofmann standen zur Verfügung, als Einwechselspieler außerdem Sami Allagui, aber keiner von ihnen setzte sich dauerhaft irgendwo fest. In der Hinrunde sah das noch recht manierlich aus; erfolgreicher war das erste Halbjahr dennoch nicht. Und ohnehin ist es nicht die Aufgabe des Trainers, jede Woche die elf Mann vom letzten Mal aufzustellen.

In den Spalten sehen Sie die 17 Spiele. Zeilenweise haben wir die Positionen aufgeführt, wobei jede Linie - durchgezogen, geteilt oder gepunktet - einem Spieler entspricht. So können Sie den Weg aller 26 Mann durch die Rückrunde und mitunter von Position zu Position genau verfolgen, aber auch die verschiedenen Grundaufstellungen, auf die es hinausgelaufen ist, erkennen. 

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