Keine Verhandlungen: Heidel gibt Geis nicht her

Jörg Schneider. Mainz.
Der Manager des FSV Mainz 05 hat am Donnerstag erklärt, dass er nicht mit Borussia Dortmund über einen Transfer von Johannes Geis rede. „Es gibt keine Verhandlungen mit dem BVB“, sagte Christian Heidel in der Pressekonferenz vor dem Heimspiel am Samstag gegen den 1. FC Köln. Es gebe nichts zu verhandeln. „Es gibt bei uns keinerlei Absicht, diesen Spieler abgeben zu wollen. Es gibt auch überhaupt keine Fakten, dass Geis, heute, morgen oder übermorgen den Verein verlässt.“

Es gebe keine Verhandlungen mit dem BVB wegen Johannes Geis sagt der 05-Manager. Foto: Jörg SchneiderGlaubt man verschiedenen bundesdeutschen Medien, steht der Absprung von Johannes Geis beim FSV Mainz 05 in Richtung Borussia Dortmund unmittelbar bevor. Christian Heidel äußerte sich im Rahmen der Pressekonferenz vor dem letzten Heimspiel der Saison am Samstag gegen den 1. FC Köln in einer Mischung zwischen genervt und amüsiert zu diesem Thema. „Der Fall Geis ist angeblich seit einer Woche entschieden“, sagte der 05-Manager. „Ich müsste davon wissen, aber es ist nichts entschieden.“ Im Gegenteil, so der 05-Manager. „Wir stehen alles andere als kurz davor, den Vertrag mit Geis aufzulösen. Es gibt keine Verhandlungen mit Borussia Dortmund.“

Der 21-Jährige hat einen Vertrag beim Bundesligisten bis 2017. „Es gibt nichts zu verhandeln“, sagt Heidel. Es gebe klare Parameter für den Fall, dass ein Klub den Spieler ablösen wolle. „Aber es gibt bei uns keinerlei Absicht, diesen Spieler abgeben zu wollen. Es gibt auch überhaupt keine Fakten, dass Geis, heute, morgen oder übermorgen den Verein verlässt.“ Die 05er wollen den begehrten Stammspieler behalten und gehen davon aus, dass der U21-Nationalspieler in Mainz bleibt. „Johannes sieht das sowieso ganz entspannt. Das kann ich sagen“, so Heidel. „Der sitzt nicht jeden Tag bei mir vor der Tür und sagt, dass er weg will.“

Inzwischen gibt es auch Stimmen, die behaupten, dass der BVB aufgrund der Höhe der Ablösesumme, die Heidel aufrufen würde für den Leistungsträger, einem Geis-Transfer gar nicht mehr Priorität geben soll. Zudem weiß man von Thomas Tuchel, dem künftigen Dortmunder Trainer, dass der Ex-05-Coach extrem sprunghaft sein soll, was die Spieler angeht, die Tuchel haben will. In seiner Mainzer Zeit war es oft so, dass der Spieler, den Tuchel heute haben will, morgen schon in den Hintergrund rücken kann, wenn ein neuer Name ins Gespräch kommt, der Tuchel gefällt. Eine schnelle Entscheidung in Sachen Geis ist ohnehin nicht zu erwarten. Die 05er müssen ja bei einem Profi, der vertraglich gebunden ist, nicht mitteilen, dass er bleibt. Sollte dennoch ein Wechsel im Raum stehen, wird der potenzielle Interessent bemüht sein die Ablösesumme (wie hoch auch immer) zu drücken. Und das kann bis zum Ende der Transferperiode im August dauern.

Auch die neuesten Gerüchte um Shinji Okazaki seien aus der Luft gegriffen, sagt Heidel. Der englische Premier-League-Klub Leicester City, so hieß es in dieser Woche, solle angeblich inzwischen 15 Millionen Euro für den Torjäger bieten. „Ich weiß nicht, wo das herkommt“, erklärt der 05-Manager. „Wir haben keinen Kontakt zu Leicester City.“

Das  sich die Mainzer um den japanischen National-Linksaußen Yoshinori Muto kümmern, hat der Manager längst bestätigt. Er werde allerdings keine japanischen Zeitungsberichte kommentieren, die behaupten, Mutos Wechsel vom FC Tokio an den Bruchweg stehe unmittelbar bevor. „Wenn’s von uns kein offizielles Statement gibt, dann gibt’s auch nichts zu sagen.“ Ob er aber trotzdem verhandle, wollte ein Journalist wissen. „Es gibt in Japan unheimlich viele gute Spieler. Ich glaube, der ist auch ganz gut“, antwortete Heidel. „Wenn wir alle Spieler, mit denen wir reden, auch verpflichten würden, hätten wir einen riesigen Kader.“

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