Keine Bedingungen und Auflagen

Jörg Schneider. Mainz.
Die Deutsche Fußball-Liga DFL hat dem FSV Mainz 05 am Montag die Lizenz für die neue Saison erteilt. Und zwar erneut ohne Bedingungen und Auflagen sowohl für die Erste als auch für die Zweite Liga. Erstmals seit Jahren hatte der Klub Unterlagen einreichen müssen für den Fall eines Abstiegs. Dass es dazu nicht kommt, dafür übten die Profis beim Trainingsstart vor dem Schalke-Spiel. Martin Schmidt möchte gerne die Gelegenheit beim Schopf packen und versuchen, die nötigen Punkte zum Klassenverbleib bereits am Freitagabend im Heimspiel einzufahren.

Martin Schmidt und Christian Heidel im Gespräch beim Wochenstart der 05-Profis: Die Lizenz ist da, jetzt fehlt nur noch der Klassenverbleib. Foto: Jörg SchneiderChristian Heidel schaute wegen eines Termins mit zwei TV-Sendern am Montagnachmittag, beim Wochenstart seiner Profis am Trainingsplatz vorbei. Der Manager des FSV Mainz 05 sollte sich zur Verpflichtung von Thomas Tuchel als neuer Trainer und Nachfolger von Jürgen Klopp bei Borussia Dortmund äußern. Viel hatte Heidel zu diesem Thema nicht beizutragen, außer (wie bereits berichtet), dass er das Ganze für eine sehr gute Entscheidung halte. Die wirklich wichtige Nachricht des Tages, mit der Heidel anschließend rausrückte, kam aus Frankfurt und zauberte einen sichtlich zufriedenen Ausdruck ins Gesicht des 51-Jährigen.

Die Deutsche Fußball-Liga DFL hat dem Klub am Montag die Lizenz für die neue Saison erteilt. „Und zwar erneut ohne Bedingungen und Auflagen“, wie Heidel anmerkte. „Und sowohl für die Erste als auch für die Zweite Liga.“ Erstmals seit dem Wiederaufstieg mussten die 05er auch Unterlagen für den Fall des Abstiegs einreichen. Wie zehn andere Bundesligisten ebenfalls. Wie sich die Etat-Situation in Liga zwei darstelle, darüber wollte sich der Manager allerdings nicht auslassen. Das werde er erst dann tun, wenn dieser Fall wirklich eintrete, „was ich nicht erwarte.“

Für Heidel kam die Botschaft aus Frankfurt nicht unerwartet. „Wer uns kennt, weiß, dass wir in einer Art und Weise wirtschaften, dass wir dem Lizenzierungsverfahren immer gelassen entgegensehen können“, sagte Heidel.

Auf dem Trainingsplatz begann derweil Martin Schmidt mit einer relativ kleinen Gruppe die Vorbereitungen auf das Spiel gegen den FC Schalke 04, das am Freitagabend in der Coface Arena angepfiffen wird. „Das Spiel in Freiburg war sehr intensiv. Da waren einige dabei, die einen Schlag auf den Muskel bekommen hatten, die wollten wir heute nicht schon ins Training reinwerfen“, sagte der 05-Coach. Ja-Cheol Koo, Daniel Brosinski und Yunus Malli erhielten deshalb Schonung. Aber auch Julian Baumgartlinger durfte pausieren. Dazu fehlten Stefan Bell und Niko Bungert. „Die beiden bauen wir auf für einen Wiedereinstieg ins Mannschaftstraining am Mittwoch“, betonte Schmidt. „Sie machen am Dienstag einen Belastungstest und sollen dann wieder mitmachen. Stefan und Niko sind im Plan für das Freitagspiel.“

In der relativ kurzen Einheit arbeiteten die 05-Profis am eigenen Ballbesitz. Spiel mit wenigen Kontakten, die Bälle oft am Fuß und dabei Lösungen gegen pressende Gegner finden – das war die Aufgabe. „In Freiburg hat man ja gesehen, warum wir das üben müssen“, erklärte der 05-Trainer. Und berichtete von einem Gespräch mit seinem Kollegen Christian Streich am Rande der Partie. Der erfahrene Coach des Sportclubs habe ihm geraten, er solle erst gar nicht anfangen zu rechnen in diesem Abstiegskampf. Streich habe ihm gesagt, keiner wisse, wie viele Punkte am Ende wirklich benötigt würden, um drin zu bleiben. Deshalb sei es am besten, sich gar nicht damit zu befassen, sondern stur seiner Arbeit nachzugehen und zu sehen, dass man möglichst oft und viel punkte.

„Je früher desto besser“, sagte der Schweizer. „Am besten wäre es, die erste Gelegenheit beim Schopf zu packen. Wir werden versuchen, das am Freitag gegen Schalke zu bewerkstelligen.“

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