Jonas Hofmann glaubt an Comeback gegen Paderborn

Jörg Schneider. Marbella.
Das sah schon richtig gut aus und belebt die ohnehin gute Stimmung im Trainingslager in Marbella: Jonas Hofmann hat am Freitagmorgen sein erstes komplettes Training mit der Mannschaft des FSV Mainz 05 absolviert. Der so lange verletzte Offensivmann trainierte intensiv mit den Stürmern. „Das erste Mal und eine solche Qualität“, sagte Kasper Hjulmand zufrieden, „das ist Qualität.“

Jonas Hofmann (am Ball) überzeugte in seinem ersten Mannschaftstraining nach langer Zeit. Foto: Jörg SchneiderDer heftige Regen in der Nacht hinterließ am Morgen dunkle Wolken über der Costa del Sol, die der frische Wind jedoch nach und nach vertrieb. Und im Laufe des Vormittagstrainings des FSV Mainz 05 dominierte die Sonne am Himmel über dem Marbella Football Center und brachte jeglichen Anflug von Trübsal zum Schmelzen. Auch sportlich gab es am Freitag einen Stimmungsaufheller: Jonas Hofmann absolvierte sein erstes komplettes Training mit der Mannschaft. Erstmals seit seinem Bänderriss Mitte Oktober trainierte der so lange verletzte Offensivmann intensiv mit den Stürmerkollegen. Das, was der 22-Jährige zum Auftakt auf den Platz brachte, sah schon richtig gut aus. Und das stellte auch seinen Trainer mehr als zufrieden. „Das erste Mal und dann eine solche Qualität“, sagte Kasper Hjulmand zufrieden, „das ist Qualität.“

Auch der Profi selbst fühlte sich gut nachher. „Ich bin seit heute wieder fit geschrieben. Es war gut. Ich habe ja zuvor schon einzelne Übungen mitgemacht. Das Knie fühlt sich stabil an. Ab und zu spürt man, dass die Muskulatur ein bisschen fehlt ums Knie. Das ist normal, das wird auch noch ein bisschen dauern“, sagte Hofmann nach dem Training. „Es geht darum, schnellstmöglich an die Form anzuknüpfen, die ich vor der Verletzung hatte. Aber auch eine gewisse Ruhe beizubehalten.“ Der 22-Jährige wird dazu in nächster Zeit noch ein paar Extraübungen abspulen. „Um die Sicherheit reinzubekommen, damit ich wieder 100 Prozent reingehen kann. Aber ab und zu ist es schon noch so, dass man etwas vorsichtiger ist.“ Der 05-Profi ist zuversichtlich, dass sein Comeback bald bevorsteht. „Die nächsten zwei Wochen werden es zeigen. Ich will nicht zu 100 Prozent sagen, dass ich gegen Paderborn spielen kann. Aber ich will es auch nicht komplett ausschließen.“

Zweikampfschulung: Devante Parker im Duell gegen Pierre Bengtsson. Im Hintergrund wartet Loris Karius auf Arbeit. Foto: Jörg SchneiderAuch Niko Bungert arbeitete mit der Mannschaft und absolvierte das komplette Programm. Nicht dabei war allerdings Julian Baumgartlinger. Der Österreicher machte Pause, fuhr sein Pensum am Freitag etwas zurück. Joggen war angesagt. „Er hat so viel gemacht in den vergangenen Tagen, er soll heute etwas reduzieren“, sagte Hjulmand und verwies auf einen normalen Prozess in der Belastungssteuerung des Profis.

Das Training hatte zwei Schwerpunkte, die in mehreren Gruppen abgearbeitet wurden: Auf der einen Seite stand die Schulung der Offensive auf dem Plan. Dazu gab es eine knackige Spielform zum Thema Defensivverhalten mit aggressiven Zweikämpfen. „Offensiv ging es um die richtigen Laufwege im Strafraum, um das Besetzen von Positionen, um Zwei-gegen-eins-Situationen auf den Außen, um Spielverlagerung und was danach passiert“, erklärte der Däne anschließend. „Wer geht zum ersten Pfosten, wer zum zweiten.“ Und wer macht den Treffer. Die Stürmer arbeiteten konzentriert, immer in Szene gesetzt beispielsweise von Pierre Bengtsson auf der linken Seite mit dem starken linken Fuß und Jonas Hofmann rechts. Die Abschlussquote im Zentrum hätte etwas höher sein können, aber das sah schon mal ganz ansprechend aus.

Defensiv kümmerten sich die Viererkette sowie zwei Sechser um den Aufbau, ums Anlaufen, ums Gegenpressing und die daraus resultierenden Umschaltaktionen. „Reaktionen nach Ballverlusten, schnelle Reaktionen“, sagte Hjulmand. „Die Tore fallen oft nach Balleroberung. Das waren im Prinzip heute alles Basis-Themen unseres Spiels, mit den wir uns beschäftigt haben. Es ist wichtig, dass wir das immer wieder trainieren.“

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