Gutes Händchen, kluge Gedanken und Glück

Christian Karn. Mainz.
Thomas Blüm aus Westhofen hat mit einem überragenden Ergebnis die gemeinsame kicker-Managerspiel-Liga der nullfünfMixedZone und des Mainzer Online-Fanzines kigges.de gewonnen. Mit 1.627 Punkten beendete Blüm die Saison auf Platz 82 von allen 183.578 Teilnehmern. Das weiße Originaltrikot von Yunus Malli hat sich der Manager redlich verdient. Die nullfünfMixedZone hat versucht, im Interview das Erfolgsrezept auszuspionieren, musste aber feststellen: So leicht ist das nicht.

Der kigges/MixedZone-Meister Thomas Blüm mit seinem Hauptgewinn, einem Originaltrikot von Yunus Malli.

Die Siegermannschaft

Horn, Kessler, Mesenhöler - Bicakcic, Wimmer, Jantschke, Verhaegh, Brandenburger, Kinsombi - Roberto Firmino, Geis, de Bruyne, Strobl, Meier, Philipp, Seguin, Thommy - Lewandowski, Aubameyang, Bellarabi, Avdijaj, D. Parker.

Herzlichen Glückwunsch, Herr Blüm, wie fühen Sie sich nach diesem Spiel?

Es hat mich überrascht, dass es geklappt hat. Ich war ja nie Spieltagssieger.

Doch, einmal. Am letzten Spieltag. Und halt 18 Mal in der Top Ten. Welchen Matchplan hatten Sie?

Ein gutes Händchen. Ich spiele schon seit Jahren mit und hatte das Glück, die richtigen Spieler zu finden und kein Verletzungspech zu haben. Viele hatten zum Beispiel Arjen Robben im Team. Der war richtig gut, ist aber fast die komplette Rückrunde ausgefallen.

Nur Glück, die richtigen Spieler zu finden?

Mein Geheimnis werde ich nicht verraten. Aber ich kann sagen, dass ich früher versucht habe, keine Stars für sieben oder acht Millionen zu kaufen, sondern eine ausgeglichene Mannschaft zusammenzustellen, die ich von Spieltag zu Spieltag umstellen kann. Mittlerweile bin ich überzeugt, dass "Hopp oder Topp" die bessere Strategie ist. Man braucht zwölf oder dreizehn Punktelieferanten mit guten Einsatzchancen und kann die Mannschaft mit den Spielern für 0,2 Millionen auffüllen. Ich hatte Lewandowski, der war mit 8,5 Millionen teuer und ist für den Preis gar nicht so eingeschlagen. Und ich hatte noch zwei, drei andere, die ein bisschen was gekostet haben. Natürlich hatte ich auch das Glück, im letzten Moment das Schnäppchen Bellarabi zu kaufen. Die Erfahrung sagt auch, dass Offensivspieler mehr Punkte bringen. Abwehrspieler für 8 Millionen sind zu teuer.

Haben Sie Lieblingsspieler?

Ich versuche immer, zwei bis drei Mainzer aufzustellen. Die kann ich am besten bewerten. Diesmal hatte ich nur Geis. Nach dem Trainerwechsel im Sommer war ich mir unsicher, wer spielt. 2013/14 hatte ich Bell, der sich in der Rückrunde ja durchgesetzt hat. Er hatte auch diesmal einen guten Preis, aber hinter ihm stand dieses Fragezeichen. Ich habe mich geärgert, Okazaki nicht genommen zu haben.

Und außerhalb von Mainz?

Ich beobachte die Vorbereitung, überlege, wer eingesetzt wird, wer sich durchsetzen könnte, und habe die Kicker-Noten im Auge. Mainzer bekommen ja oft keine so guten Noten. Das klingt jetzt wissenschaftlich. Aber da ist viel Glück dabei.

Lässt sich die Meisterschaft wiederholen?

Nein. Ich spiele seit Jahren in der Kigges-Liga mit. 2014 war ich in der Top Ten. Aber die Meisterschaft kann man nicht planen. Wer sich ein bisschen Gedanken macht und ein gutes Händchen hat, kann ins obere Drittel kommen. Aber am Ende braucht man das Glück.

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