Gute Laune in der Suppe

Jörg Schneider. Mainz.
Ohne Yoshinori Muto und Jairo Samperio, den ebenfalls geschonten Doppeltorschützen von Hamburg, hat der FSV Mainz 05 am Bruchweg die Vorbereitungen auf das letzte Heimspiel des Jahres aufgenommen. Am Freitagabend ist der VfB Stuttgart zu Gast in der Coface Arena. Und da will die Mannschaft von Martin Schmidt noch einen draufsetzen auf ihre gute Serie der vergangenen Wochen. Die gelöste Stimmung beim Bundesligisten konnte auch die nass-kalte Nebelsuppe am Dienstagmorgen nicht trüben.

Na, wo sind sie denn? In der nass-kalten Nebelsuppe nahmen die 05-Profis ihre Vorbereitungen auf das Freitag-Spiel gegen den VfB Stuttgart auf. Das Wetter vermochte die Stimmung im Team nicht zu trüben. Foto: Jörg SchneiderAuch die Arbeit in der nass-kalten Nebelsuppe am Dienstagmorgen hat die gute Laune der Fußballprofis des FSV Mainz 05 nicht trüben können. Der beeindruckende 3:1-Sieg vom Wochenende beim Hamburger SV wirkt in der Trainingswoche noch nach. Die 05er haben mit viel Spaß die Vorbereitungen am Bruchweg auf das letzte Heimspiel des Jahres aufgenommen. Am Freitagabend ist der VfB Stuttgart zu Gast in der Coface Arena. Und da will die Mannschaft von Martin Schmidt noch einen draufsetzen auf ihre gute Serie der vergangenen Wochen, die den Bundesligisten mit nunmehr 23 Punkten auf Platz sieben der Tabelle geführt hat.

„Die Stimmung ist in der Tat gut“, sagte der Trainer anschließend. „Wenn wir viele Inhalte trainieren, wie an diesem Morgen im Mittelteil, der sehr taktisch-technisch war, fühlen sie sich etwas eingeengt. Wichtig ist, dass wir dann hinten raus ein richtiges Trainingsspiel machen. Aber die Jungs haben richtig Bock.“ Das war im Abschlussspiel zu sehen. Da gingen die 05-Profis mit viel Motivation und Intensität zur Sache.

Jairo Samperio, der Doppel-Türschütze von Hamburg, stand am Morgen ebenso wie Yoshinori Muti nicht auf dem Rasen. Beide Stürmer absolvierten aus Gründen der Schonung eine leichte Indoor-Einheit. „Das war keine Belobigung für Hamburg“, sagte Schmidt. „Jairo hatte schon nach dem Eintracht-Spiel ziemlich schwere Beine. Das war jetzt wieder so, deshalb haben wir ihn heute rausgenommen.“ Muto plagen immer noch Schmerzen am Sprunggelenk. „Das wird nach den Spielen immer etwas schlimmer bei ihm. Deshalb wechsele ich ihn derzeit auch stets so in der 70. Minute aus.“ Leon Balogun absolvierte auf dem Nebenplatz ein Reha-Training. Die Sprunggelenks-Verletzung des Verteidigers gibt sich hartnäckig. Balogun hat noch immer Schwierigkeiten nach der Belastung. Dafür seien Vernarbungen am Bandapparat verantwortlich, erklärte der 05-Coach. Für Balogun wird es kaum reichen bis Freitag zum Stuttgart-Spiel. Das Ziel des Ex-Darmstädters ist ein Kaderplatz im Vorrundenfinale eine Woche später in Berlin.

Das gilt ebenso für Fabian Frei, der seit vergangenen Freitag wieder komplette Einheiten mit der Mannschaft absolviert. „Er muss jetzt nach der langen Pause die intensiven Trainingseinheiten wegpacken“, betont Schmidt. „Im Moment hat er noch Muskelkater wie in der Vorbereitung. Fabian macht jedoch alles mit. Wir sehen mal, ob es nochmal was wird vor Weihnachten mit dem Kaderplatz.“ Gianluca Curci verspürte seit vergangener Woche ein Ziehen in der Wade, war in Hamburg nicht dabei, soll aber nach dem heutigen Reha-Training ab morgen wieder richtig einsteigen. Philipp Klement schließlich ist wieder fit. Der Mittelfeldspieler, der zehn Tage lang wegen einer Zerrung pausiert hatte, soll aufgrund der reduzierten Trainingszeiten der Profis in dieser kurzen Arbeitswoche zweimal zwei Einheiten mit der U23 bestreiten.

Auf dem Dienstplan der 05-Profis stand zum Wochenauftakt zunächst einmal die Abwehrarbeit. Die Tatsache, dass die Mainzer im Volksparkstadion vor der Pause die Zweikampfstatistik gegen den HSV klar verloren hatten und die eingehende Analyse dieser Auswärtspartie haben Schmidt jede Menge Ansatzpunkte geliefert, die es nun abzuarbeiten gilt. Anlaufverhalten, Blockbildung, Raumaufteilung gegen den Ball. Zweikampfführung. In diesen Punkten zeigten die Mainzer in der ersten Hälfte Defizite, die der Trainer in einer Mannschaftssitzung ansprach, bevor es auf den Platz ging. „Für uns ist immer wichtig, dass der Block steht. Das Defensiv- und Anlaufverhalten, das Zonenpressing und die Balleroberung sind das Fundament unseres Spiels, um kontern zu können“, betont der 48-Jährige. Eine gute Defensivorganisation und ein eigener Führungstreffer sind die Basis, um solche Erfolge wie in Hamburg einfahren zu können. „In diesem Jahr sind wir siebenmal in Führung gegangen und haben dann nicht verloren“, sagt Schmidt. „Das brauchen wir, dann ist unser Spiel gut. Doch dafür müssen wir erst einmal die Null halten.“

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