Günter Dutiné verstorben

Christian Karn. Mainz.
Die Mainz-05-Mannschaft der 1960er hat ihren Kapitän verloren: Der ehemalige Mittelfeldspieler Günter Dutiné aus Urberach verstarb bereits am vergangenen Mittwoch im Alter von 78 Jahren.

Günter Dutiné (im weißen Trikot) vor dem lange Zeit größten Spiel der 05er, der Pokalpartie vor 24.000 Zuschauern gegen den 1. FC Nürnberg.Die große Mainzer Pokalmannschaft von 1965 hat einen ihrer wichtigsten Spieler verloren: Günter Dutiné, Mannschaftskapitän des FSV Mainz 05 von 1965 bis 1967, ist am vergangenen Mittwoch im Alter von 78 Jahren verstorben.

Der Mittelfeldspieler aus Urberach kam 1963 von Viktoria Aschaffenburg an den Bruchweg und hatte schon im ersten Jahr großen Anteil daran, dass die 05er, zuvor nur Zwölfter im Südwesten, in der neuen Regionalliga sofort den vierten Platz erreichten. Der laufstarke und offensiv denkende Techniker brachte eine nie dagewesene Torgefahr ins rechte Mittelfeld der Mainzer. Auch dank seines guten Kopfballspiels traf Dutiné in 106 Pflichtspielen für die 05er 32 Mal, darunter eins in der Pokalrunde 1964/65 im Heimspiel gegen den TSV München 1860. Im folgenden Viertelfinalspiel wurde Dutiné einer von nur elf 05ern, die in den 106 Jahren vor der Eröffnung der Coface Arena ein Heimspiel vor weit mehr als 20.000 Zuschauern bestritten.

"Günter Dutiné hatte alle Eigenschaften, die man als Fußballspieler braucht", sagt sein ehemaliger Mitspieler und spätere Kapitän Horst Hülß, der mit einigen weiteren Spielern jener 05-Generation an der Trauerfeier teilnahm. "Aber auch als Mensch wird er mir mit seiner Freundlichkeit unvergessen bleiben." Drei Jahre lang war der Mittelfeldspieler ein wichtiger Leistungsträger der 05er, erst 1966/67 wurde er von Horst Klinkhammer nach und nach abgelöst und beendete als 30-Jähriger seine Profikarriere. Im Raum Urberach war Dutiné noch lange Trainer mehrerer Vereine im Amateurfußball.

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