Fabian Frei kommt aus Basel

Christian Karn. Mainz.
Johannes Geis ist kaum fort, da hat der FSV Mainz 05 schon den Nachfolger verpflichtet: Als fünften Neuzugang dieses Sommers holten die 05er den gelegentlichen Nationalspieler Fabian Frei aus der Schweiz. Der 26-jährige Mittelfeldspieler vom FC Basel unterschrieb einen Vierjahres-Vertrag bei den 05ern. Diese gewinnen durch den Transfer eine Menge Champions-League-Erfahrung und - sofern die Zahlen aus der Schweiz auf die Bundesliga in irgendeiner Form übertragen werden können - auch eine ganz neue Torgefahr im hinteren Mittelfeld.

Der neue 05er hat in der Champions League bereits gegen einige der prominentesten Fußballer dieser Tage gespielt, beispielsweise gegen Real Madrids Cristiano Ronaldo. Foto: imago

Wenige Stunden nach dem Abgang von Johannes Geis hat der FSV Mainz 05 bereits den Nachfolger präsentiert: Vom FC Basel verpflichteten die 05er den Schweizer Nationalspieler Fabian Frei. Der Mittelfeldspieler erhielt einen Vierjahresvertrag. Über die Ablöse verrieten die Vereine wie immer nichts.

"Wir haben Fabian Frei frühzeitig als unseren Wunschspieler für eine Position im zentralen Mittelfeld ins Auge gefasst, falls sich bei uns Veränderungen ergeben", sagt 05-Manager Christian Heidel. "Wir freuen uns, dass wir ihn jetzt für uns gewinnen konnten. Wir erhalten einen defensiv wie offensiv veranlagten, durchsetzungsstarken und sehr erfahrenen Spieler mit strategischen Qualitäten und sehr guter Spielübersicht. Wir sind überzeugt, dass er perfekt in unsere Mannschaft passt."

Der 26-Jährige aus Frauenfeld in der Nordostschweiz kam 2004 vom FC Winterthur zu den Junioren des FC Basel. Seit 2007 bestritt der Mittelfeldspieler 235 Spiele in der Schweizer Super League, davon 64 für den FC St. Gallen, an den er von 2009 an für zwei Jahre ausgeliehen war, den Rest für den FCB. Frei schoss dabei 29 Tore, davon 13 für St. Gallen. 2008 sowie jedes Jahr seit 2012 wurde er Schweizer Meister, außerdem mit der U16 und der U18 des FC Basel. 2008 und 2012 gewann er den Schweizer Pokal. 2011 debütierte Frei in der Schweizer Nationalmannschaft, in der er jedoch bisher nur siebenmal eingesetzt wurde, zuletzt beim 1:1 gegen die USA am 31. März dieses Jahres. Für die diversen Nachwuchsteams des Schweizer Verbands hatte er zuvor in 51 Spielen 22 Tore geschossen.

Insbesondere hat Frei große Erfahrung mit der Champions League: Mit dem FC Basel gewann er unter anderem zweimal gegen den Chelsea FC (2013/14, 1:0 und 2:1), gegen die Bayern (2011/12 1:0, Rückspiel 0:7), gegen Manchester United (2011/12, 2:1 und 3:3) und im vergangenen Jahr gegen den FC Liverpool (1:0; beim 1:1 im Rückspiel schoss er das erste Tor).

05-Trainer Martin Schmidt erwartet einen Spieler, "der mit seinen technischen wie auch strategischen Qualitäten nicht nur unser Spiel, sondern auch jeden Mitspieler besser machen kann. Mit ihm schließen wir unsere Planungen für das zentrale Mittelfeld hochkarätig ab. Es ist für Mainz 05 ein Qualitätsmerkmal, in Fabian Frei und Julian Baumgartlinger zwei herausragende Mittelfeldstrategen aus den Nationalmannschaften der Schweiz und Österreichs in unseren Reihen zu haben."

Frei selbst zitieren die 05er so: "Ich bin froh, dass der Wechsel so reibungslos geklappt hat und freue mich sehr auf die neue Herausforderung, an jedem Wochenende auf dem Niveau der Bundesliga spielen zu können. Das fühlt sich für mich an wie jedes Wochenende Champions League. Mainz 05 hat sich sehr um mich bemüht. Mir hat die Art und Weise imponiert, wie die Verantwortlichen mit mir gesprochen haben und wie sich der Verein mir gegenüber präsentiert hat".