Ein Lehrjahr beim FSV Frankfurt

Christian Karn. Mainz.
Der jüngste Neuzugang des FSV Mainz 05 ist vor seinem ersten Mannschaftstraining schon wieder weg - vorübergehend. Das gerade für vier Jahre von den Stuttgarter Kickers verpflichteten Offensivtalent Besar Halimi verliehen die 05er für die bald beginnende Zweitliga-Saison an den FSV Frankfurt. 05-Manager Christian Heidel nennt das einen "Zwischenschritt", der Halimis Entwicklung gut tue.

Besar Halimi wird auch weiterhin in Blau spielen: Die 05er verliehen den Neuzugang wie erwartet direkt in die 2. Bundesliga - zum FSV Frankfurt. Foto: imagoDrei Tage nach seinem Transfer von den Stuttgarter Kickers zum FSV Mainz 05 hat Besar Halimi bereits wieder einen neuen Verein. Der 20-Jährige spielt in der kommenden Saison in seiner Heimatstadt Frankfurt Zweitligafußball; die 05er liehen den offensiven Mittelfeldspieler, den sie bis 2019 unter Vertrag genommen hatten, bis 2016 an den FSV Frankfurt aus.

"Wir sind von den Qualitäten von Besar Halimi sehr überzeugt und wollten ihn unbedingt an uns binden, deshalb haben wir ihn langfristig unter Vertrag genommen", sagt 05-Manager Christian Heidel. Den Sprung aus der Dritten Liga direkt in die Bundesliga schätzten die 05er jedoch als zu groß ein. Halimis vorhandenes Potenzial, so kündigte Heidel am Sonntag gegenüber der nullfünfMixedZone an, wollen die 05er "in den kommenden vier Jahren weiterentwickeln und auf ein höheres Niveau heben. Wir werden gemeinsam mit ihm beraten, in welchen Schritten wir dieses spannende Projekt angehen können."

Nun entschieden sich die 05er und Halimi dagegen, den jungen Spieler zur Eingewöhnung mit den Profis trainieren, aber im Drittligateam spielen zu lassen. "Unter Umständen wäre es sinnvoll, wenn er ein Jahr in der Zweiten Liga spielt", hatte Heidel schon am Sonntag gesagt. "Um ihm Spielpraxis zu verschaffen, die wir in der aktuellen Konkurrenzsituation in unserem Kader nicht garantieren konnten, haben wir uns gemeinsam mit ihm zu diesem Zwischenschritt entschieden, der ihm und seiner Entwicklung gut tun wird", erklärt Heidel heute.

Halimi hatte in Frankfurt bereits seine fußballerische Grundausbildung erhalten; bis zum Alter von zwölf Jahren spielte er für die Eintracht, anschließend zwei Jahre für Darmstadt 98 und vier im Internat des 1. FC Nürnberg. Als Jungprofi spielte Halimi jeweils ein Jahr in den Drittligateams des VfB Stuttgart und zuletzt der Kickers.

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