Das 05-Kalenderblatt: 17. bis 21. Februar

Christian Karn. Mainz.
Die nullfünfMixedZone hat wieder in der Vereinschronik gekramt, in den Annalen geblättert und nachgeschaut, welche Jubiläen in diesen Tagen anstehen, was es an Besonderheiten und Ergebnissen gegeben hat, was um diese Jahreszeit so alles bei den 05ern passiert ist. In der zweiten Hälfte dieser Woche geht es vor allem um den Initiator des Mainzer Aufstiegs, außerdem um den Sohn einer Legende, der erst in der Fremde zum Nationalspieler wurde, einen schnellen Linksaußen und viele, viele Verletzungsprobleme.

17. Februar  

Micky Thomas, Stammspieler in der Oberliga-Aufstiegself der 05-Amateure, wird heute 44 Jahre alt.Eine ganze Reihe von ehemaligen 05-Nachwuchsspielern hat heute Geburtstag. Micky Thomas, der 1999 mit den 05-Amateuren in die Oberliga aufstieg, wird 44 Jahre alt, Christian Schmell, der von 2000 bis 2002 keine ganz große Rolle im Oberligateam spielte, 34 Jahre. Christian Hardt, Innenverteidiger im ersten Mainzer U19-Bundesligateam, wird 29 Jahre alt, Yannick Rinker, der von 2010 bis 2012 in der U19 spielte, 23 Jahre.

Heute vor neun Jahren durchbrachen die 05er den Fastnachtsfluch. In Berlin ging zwar Hertha BSC durch ein Tor des heutigen Trainers Pál Dárdai in Führung, Mohamed Zidan und Leon Andreasen trafen aber noch zum 2:1-Auswärtssieg. Erstmals seit der Wiederaufstiegssaison 1989/90 gewannen die 05er so das gefürchtete Fastnachtsspiel.

Weitere Ergebnisse am 17. Februar:

1935: FVgg Mombach 03 - FSV Mainz 05 2:4  
1952: Borussia Neunkirchen - FSV Mainz 05 6:1  
1957: Wormatia Worms - FSV Mainz 05 3:0  
1963: BSC Oppau - FSV Mainz 05 2:2  
1974: Röchling Völklingen - FSV Mainz 05 4:0  
1980: TuS Neuendorf - FSV Mainz 05 2:1  
2001: FSV Mainz 05 - Borussia Mönchengladbach 0:1  
2012: TSG Hoffenheim - FSV Mainz 05 1:1  

18. Februar  

Auch am Donnerstag haben mehrere derzeitige oder ehemalige Nachwuchsspieler Geburtstag: 34 Jahre alt wird Daniel Unruh (4 Oberligaspiele 2000/01), 30 Jahre alt Denis Fliess (3x U19), 21 Jahre alt wird Yannick Weber (8x U17), 17 Jahre alt werden die aktuellen U17-Spieler Nicolas Burret und Matthias Heck.

Bei den 05-Profis war der junge Roman Neustädter (2. von rechts) kein Stammspieler; beim Aufstiegsspiel 2009 gegen Rot-Weiß Oberhausen saß er mit (von links) Marco Rose, Dragan Bogavac, Zsolt Löw und Delron Buckley auf der Bank. Nach jener Partie wechselte Neustädter zu Borussia Mönchengladbach, wo er Bundesliga-Stammspieler wurde. Foto: imagoUnd Roman Neustädter wird 28 Jahre alt. Der Sohn des langjährigen 05-Abwehrchefs Peter Neustädter spielte schon als Siebenjähriger für die 05er und war in seinem Jahrgang 1988 eins ihrer größten Talente. Bereits als B-Junior war Neustädter Stammspieler in der U19-Bundesliga, im älteren A-Jugend-Jahrgang war er schon in der Oberliga gesetzt. 

Lediglich bei den Profis spielte Roman Neustädter keine große Rolle. Im Aufstiegsjahr 2008/09 wurde er immer mal wieder eingewechselt, meist nur für wenige Minuten, dreimal spielte er von Anfang an, dann wechselte er schon nach Gladbach. Der intelligente Defensivallrounder wollte endlich sein eigenes Leben, wollte ein bisschen Abstand von den Eltern, vor allem vom Vater, der bei den 05-Amateuren sein Trainer war.

Bis heute kann man Roman Neustädter nicht auf eine Position festlegen. Im defensiven Mittelfeld spielt er häufiger als in der Abwehr, obwohl ihm für diese vordere Position doch die Grundschnelligkeit fehlt; eigentlich müsste er eher ein Innenverteidiger sein. Auf dem Höhepunkt seiner Karriere war Neustädter sogar deutscher A-Nationalspieler, wobei relativ klar war, dass das nicht von Dauer sein konnte. Roman Neustädter war immer etwas zu brav, zu genügsam, ihm fehlen Feuer und Fanatismus. Dennoch hat er zunächst als Gladbacher, seit 2012 als Schalker die Marke von 150 Bundesligaspielen längst überschritten, auch dank seiner Konstanz, die ihn aus solidem Bundesliga-Mittelmaß selten nach oben, aber auch selten nach unten ausbrechen lässt. Neustädter hätte noch mehr aus seinem Talent machen können, aber auch so ist es eine Menge geworden. Und vielleicht wird man ihn bei der Europameisterschaft sehen: Der in Dnipropetrowsk (damals UdSSR, heute Ukraine) geborene und unter anderem in Kasachstan und Russland aufgewachsene Spieler steht vor einem Wechsel in die russische Nationalmannschaft.

Franz Schöneck, vorne der Dritte von rechts, verstarb am Donnerstag vor 18 Jahren.Der Donnerstag ist allerdings auch der Todestag zweier alter 05er. Franz Schöneck verstarb vor 1998 im Alter von nur 63 Jahren. Von 1952 bis 1959 gehörte Schöneck der Mainzer Oberligamannschaft an; vorher und nachher spielte er für den SV Weisenau. In den ersten beiden Jahren blieb der junge Torwart ohne Einsatz, von da an konkurrierte er mit dem sechs Monate jüngeren Otto Schedler um den Platz zwischen den Pfosten. Eine vollständige Saison spielte Schöneck nie; 1954/55 und 1957/58 bestritt er mehr Spiele als Schedler. Nach 51 Oberligaspielen verließ Franz Schöneck die 05er.

Und vor einem Jahr verstarb ebenfalls im Alter von 63 Jahren Willi Ritz, der Welt, der vom 1. FC Nürnberg über die TuS Neuendorf und Alemannia Aachen im Winter 1974/75 nach Mainz kam. Ritz war ein wertvoller Ergänzungsspieler, bis auf eine kurze Phase als Linksaußen in der Rückrunde 1975/76 nie fest auf einer Position, sondern in schnellem Wechsel auf sämtlichen Angriffs- und Mittelfeldpositionen regelmäßig im Einsatz. In 39 Zweitligaspielen schoss Ritz zehn Tore. Nach der Lizenzrückgabe verließ der Angreifer die 05er. Bei Waldhof Mannheim setzte er sich nicht durch, auf der anderen Seite bei Südwest Ludwigshafen war er noch jahrelang ein Leistungsträger. 

Ergebnisse am 18. Februar:

1934: FSV Mainz 05 - Eintracht Frankfurt 7:3  
1951: FSV Mainz 05 - FK 03 Pirmasens 2:2  
1962: TuRa Ludwigshafen - FSV Mainz 05 3:0  
1968: SpVgg Weisenau Mainz - FSV Mainz 05 2:1  
1973: FSV Mainz 05 - Eisbachtaler Sportfreunde 3:0  
1979: Hassia Bingen - FSV Mainz 05 0:2  
1989: 1. FC Saarbrücken - FSV Mainz 05 2:2  
1990: FSG Schiffweiler - FSV Mainz 05 0:2  
1995: FC 08 Homburg/Saar - FSV Mainz 05 1:2  
2008: Borussia Mönchengladbach - FSV Mainz 05 0:1  

19. Februar  

Am Freitag wird Erich Klasen 58 Jahre alt. Der kleine, stämmige Mittelstürmer kam 1981 als Torschützenkönig der Oberliga Südwest von den Eisbachtaler Sportfreunden zu den 05ern, sollte Teil eines Wundersturms mit Charly Mähn, Bimbo Bopp, Ludwig Scherhag und dahinter Helmut Wagner werden, hatte aber in Mainz vor allem Verletzungspech, darum wurde daraus nichts. Im ersten Jahr schoss Klasen in zehn Partien tatsächlich fünf Tore und war nach langem Ausfall wieder rechtzeitig fit, um bei der Amateurmeisterschaft, die die 05er schließlich gegen Werder Bremen (A) gewannen, eine Rolle zu spielen. Zwar brach der Verein wenige Wochen später durch die Jughard-Affäre wirtschaftlich zusammen, Klasen blieb aber in Mainz, schoss wiederum vier Tore in acht Spielen, hatte weiterhin seine Verletzungsprobleme und wechselte schließlich im Winter zurück ins Rheinland.

20 Jahre alt wird Maxim Bujnov, der bis 2015 in der U19 der 05er spielte, 18 Jahre alt der ehemalige U17-Einwechselstürmer Christian Stera, der im vergangenen Sommer nicht in die U19 übernommen wurde.

Ergebnisse am 19. Februar:

1933: FSV Mainz 05 - Union Böckingen 7:2  
1956: 1. FC Kaiserslautern - FSV Mainz 05 5:1  
1961: FSV Mainz 05 - TuRa Ludwigshafen 1:0  
1967: FSV Mainz 05 - Wormatia Worms 2:2  
1978: FSV Mainz 05 - SG 05 Pirmasens 3:0  
1984: SV Leiwen - FSV Mainz 05 1:1  
1994: FSV Mainz 05 - Tennis Borussia Berlin 1:4  
2005: FSV Mainz 05 - Arminia Bielefeld 0:0  
2006: VfB Stuttgart - FSV Mainz 05 2:1  
2010: FSV Mainz 05 - Bayern München 1:3  

20. Februar  

Dennis Winter, der immer mal wieder in der aktuellen U19 eingewechselt wird, wird am Samstag 19 Jahre alt.

Ergebnisse am 20. Februar:

1927: FSV Mainz 05 - FSV Frankfurt 3:2  
1949: 1. FC Kaiserslautern - FSV Mainz 05 1:5  
1966: Saar 05 Saarbrücken - FSV Mainz 05 1:0  
1972: FSV Mainz 05 - Wormatia Worms 1:2  
1983: FSV Mainz 05 - SpVgg Elversberg 5:1  
1993: FSV Mainz 05 - Fortuna Düsseldorf 0:0  
2000: FSV Mainz 05 - Fortuna Köln 0:0  
2004: FSV Mainz 05 - VfL Osnabrück 0:0  
2009: FSV Mainz 05 - Hansa Rostock 3:1  
2010: FSV Mainz 05 - VfL Bochum 0:0  

21. Februar  

Wolfgang Frank, einer der bedeutendsten 05er von allen, würde am Sonntag 65 Jahre alt werden.Einer der entscheidenden Wegbereiter des Mainzer Erfolgs würde am Sonntag 65 Jahre alt werden: Wolfgang Frank, der als Trainer nach Mainz kam, als alles für einen Abstieg aus der 2. Bundesliga sprach, die Bundesliga selbst zwar nur noch als Zuschauer erlebte, aber schon von ihr sprach, als ihn jeder für verrückt hielt und die Ideen hatte, die sein Musterschüler Jürgen Klopp umsetzte, Thomas Tuchel fortführte, Martin Schmidt aufrechterhält.

Als Profi war Frank einst ein kleiner, aber extrem kopfballstarker und wendiger Strafraumstürmer, ein ehrgeiziger Rackerer, der auf dem Höhepunkt seiner Karriere 24 Bundesliga-Saisontore für Eintracht Braunschweig schoss (1976/77), insgesamt auch für den VfB Stuttgart, Borussia Dortmund und den 1. FC Nürnberg in 215 Spielen 89 Mal traf. Als Trainer arbeitete Frank zunächst bei verschiedenen Vereinen in der Schweiz, dann kam er mit Rot-Weiss Essen ins DFB-Pokalfinale. Die Mainzer übernahm er 1995 als Zweitliga-Fehlstarter mit vier Punkten aus neun Spielen - den zweiten bis vierten hatte gerade erst Interimstrainer Manni Lorenz geholt. Frank fing den Absturz ein bisschen auf, ging trotzdem als Tabellenletzter in die lange Winterpause, in der Frank alles umkrempelte, den Libero abschaffte, eine der ersten italienischen Viererketten im deutschen Profifußball installierte. Die 05er wurden so der beste Zweitligist kamen: In 17 Rückrundenspielen - zwei davon vor der Winterpause - gab es 32 der 44 Saisonpunkte. Neun davon an den letzten vier Spieltagen gegen die späteren Aufsteiger aus Bielefeld, Duisburg und Bochum.

Und Frank war immer noch nicht satt. Und stellte Forderungen: Bessere Trainingsbedingungen, bessere Kabinen, Stadionausbau. Professionalisierung auf allen Ebenen. Größere Ansprüche! Oder wollt Ihr ewig gegen den Zweitliga-Abstieg spielen? Die Verhandlungen mit der Stadt, der damals noch Stadion und Gelände gehörten, waren hart. Kein Geld, kein Bedarf bei gerade mal durchschnittlich rund 4.000 Zuschauern. Frank setzte sich durch, legte damit den Grundstein zu allem, was Mainz 05 heute ist. Inspirierte nebenbei fast seine komplette Mannschaft zum Trainerberuf - Klopp ist der Erfolgreichste, aber auch Torsten Lieberknecht, Sven Demandt, Peter Neustädter, Lars Schmidt, Stephan Kuhnert, Dimo Wache, Uwe Stöver, Joe Zinnbauer, Bruno Akrapovic, Christian Hock, Adrian Spyrka, aus seiner späteren Generation Jürgen Kramny und Helgi Kolvidsson trainierten und trainieren auf höherem oder niedrigerem Niveau ihre Mannschaften, vier schafften es als Cheftrainer in die Bundesliga.

Beim 1997 knapp verpassten Aufstieg war Frank schon nicht mehr dabei. Schon im Frühjahr ging es ihm nicht schnell genug, er trat zurück. Die Mannschaft stagnierte, fiel zurück in den Abstiegskampf. Ein Jahr später war Frank wieder da, wurde beim Comebackspiel, am Gründonnerstag 1998, von den Fans als "Messias" gefeiert. Den Erfolg aus seiner ersten Zeit in Mainz konnte er jedoch nicht wiederholen. Mehr als Mittelmaß war auch bei späteren Stationen nicht mehr drin. Am 7. September 2013 verstarb Frank nach schwerer Krankheit im Alter von 62 Jahren.

Der pfeilschnelle Linksaußen Karl Posselmann verstarb am Sonntag vor 45 Jahren.Am Sonntag vor 45 Jahren verstarb in Mainz die "Rakete". Schon der Spitzname deutet an, dass der 1911 geborene, mit 15 Jahren zu den 05ern gestoßene und 1930 erstmals in der ersten Mannschaft eingesetzte Karl Posselmann ein für seine Zeit und seine Mannschaft überdurchschnittlicher Linksaußen war. In seinem ersten Jahr brauchte Posselmann noch einige Eingewöhnungszeit, ließ aber schnell seinen Vorgänger, den Routinier Georg Kaiser, vergessen und verdrängte bald auch seinen direkten Konkurrenten, den ebenfalls in jenem Jahr erstmals eingesetzten Josef Gegenheimer aus Alzey, ins Mittelfeld.

Mit sechs Toren und zwölf Vorlagen war Posselmann 1931 eine perfekte Ergänzung zum überragenden Innensturm der 05er, der sie erstmals seit vier Jahren wieder zum Hessenmeister machte. Nach jener Saison wollte Posselmann zu Eintracht Frankfurt wechseln; der Transfer kam nicht zustande, der Angreifer kam aber erst spät in der Saison zurück zu den 05ern. Und erreichte zwar seine Quote aus dem ersten vollen Jahr nie wieder, blieb aber bis 1946 ein wichtiger Spieler der 05er, der auch in schwierigsten Zeiten in den ersten Nazi-Jahren dafür sorgte, dass wenigstens der linke Flügel gut besetzt war in der zerbrechenden Mainzer Mannschaft, der sich zu einem erfahrenen Führungsspieler entwickelte, der den vielen Jugendspielern, die zwangsläufig in die erste Mannschaft gespült wurden - darunter der späteren 05-Legende Gerd Higi -, den Einstieg in den Aktivenfußball erleichterte.

Außerdem haben einige Spieler Geburtstag, die sich alle letztlich nicht durchgesetzt haben. Der Älteste ist Neil Murray, der 43 Jahre alt wird. Der Schotte, als junger Profi Champions-League-Spieler bei den Glasgow Rangers, stellte sich 1999 als "buzzling player" vor, als Wuseler im Mittelfeld, war am Ende aber zwar ein gnadenloser Zweikämpfer, aber kein Fußballer auf Zweitliganiveau. Nach einem Jahr und elf Einsätzen - meist Einwechslungen - wechselte Murray wieder nach Großbritannien.

Die Geburtstagskinder am Sonntag: Oben Neil Murray und Igoris Morinas, unten Filip Trojan und Petar Sliskovic.Igoris Morinas, der 41 Jahre alt wird, hätte eine Rolle spielen können. Der litauische Nationalspieler, der 2002 von Hannover 96 nach Mainz kam, war einer der besseren Techniker in der damaligen 05-Mannschaft, ein leichtfüßiger Linksaußen mit Zug zum Tor, eigentlich ein typischer 05-Spieler. Jedoch konnte Morinas die Vision nicht umsetzen, weil er nie richtig fit wurde. In nur 16 Einsätzen schoss er immerhin ein Tor beim Auswärtssieg gegem den SSV Reutlingen 05, der durchaus so etwas wie ein Angstgegner der 05er war, aber nach einem Jahr war schon wieder Schluss. Beim Aufsteiger Jahn Regensburg hinterließ Morinas noch weniger Spuren, dann wechselte er wieder nach Litauen. In der dortigen Liga beendete Morinas 2010 seine Karriere als ein großer Torjäger: In 287 Spielen schoss Morinas 104 Tore.

Auch Filip Trojan, der 33 Jahre alt wird, scheiterte in Mainz letztlich an seinen Verletzungsproblemen. Der kleine, wendige, schnelle und als Schalker und vor allem Bochumer durchaus bundesligaerfahrene Tscheche, der sich immer ein bisschen als Spielmacher sah, aber links offensiv besser aufgehoben war, war ein guter Fußballer, der sich auf engen Räumen gut behaupten konnte, verpasste aber nach seinem Wechsel vom FC St. Pauli zu den 05ern die komplette Hinrunde der Saison 2009/10. In der Rückrunde kam Trojan nur zu vier Einsätzen - darunter einem sehr guten beim Heimsieg gegen Borussia Dortmund. Mittelfristig hätte man ihn vielleicht zu einem guten 05-Spieler aufbauen können, aber auch Trojan war nach einem Jahr wieder weg. In Duisburg und Dresden spielte der Tscheche noch einige Jahre in der zweiten Liga.

Petar Sliskovic schließlich wird 25 Jahre alt. Der in Sarajevo geborene Kroate kam 2008 vom FSV Frankfurt zu den 05-Junioren, wäre im zweiten U19-Jahr beinahe Torschützenkönig der Bundesliga Süd/Südwest geworden, schoss in der Regionalliga massenhaft Tore - 2010/11 zwölf in 17 Spielen, 2012/13 sogar 14 in 17, 2013/14 23 in 26 Partien. Für gehobenen Profifußball könnte Sliskovic ein bisschen zu brav sein; der Mittelstürmer ist fleißig, laufstark, hat einen guten Abschluss, ist auch nicht nur auf Vorlagen angewiesen, sondern spielt auch mit, aber ihm fehlt der letzte Fanatismus, dazu kamen auch bei ihm immer wieder Verletzungsprobleme. Weder beim FC St. Pauli, an den er 2011/12 ausgeliehen war, noch bei Dynamo Dresden, bei dem er die Hinrunde 2012/13 verbrachte, setzte der Angreifer sich durch; in der Bundesliga bleibt neben einem bedeutungslosen Tor beim 2:4 in Köln nur der wunderbare Ausgleich im März 2011 in Dortmund stehen; die Trainer Jürgen Klopp und Thomas Tuchel lieferten sich einen schönen kleinen Streit nach dem späten Tor, bei dem die 05er keine Rücksicht darauf genommen hatten, dass der Dortmunder Mohamed Zidan angeschlagen auf dem Platz lag. 2014 verließ Sliskovic die 05er zum FC Aarau, vor wenigen Wochen kam er nach Deutschland zurück, zum Drittliga-Letzten Stuttgarter Kickers.

Ergebnisse am 21. Februar:

1932: FSV Mainz 05 - 1. FC Saarbrücken 1:1  
1937: FSV Mainz 05 - SV Kostheim 12 1:1  
1954: FK 03 Pirmasens - FSV Mainz 05 2:0  
1960: FSV Mainz 05 - 1. FC Saarbrücken 1:1  
1965: FSV Mainz 05 - SV Völklingen 2:0  
1976: FSV Mainz 05 - Eintracht Bad Kreuznach 3:1  
1988: SpVgg EGC Wirges - FSV Mainz 05 0:0  
2014: FC Schalke 04 - FSV Mainz 05 0:0  
2015: FSV Mainz 05 - Eintracht Frankfurt 3:1  

 

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