Bungert und Baumgartlinger haben schon Feierabend

Jörg Schneider. Mainz.
Drei Spiele stehen noch auf dem Terminplan bis Ende nächster Woche, dann ist das Fußballjahr beim FSV Mainz 05 zu Ende. Kasper Hjulmand muss mit dem derzeit zur Verfügung stehenden Kader versuchen, am Samstag gegen den VfB Stuttgart, drei Tage später in Köln und dann zu Hause gegen den FC Bayern München das Maximale herauszuholen, auf eine Verbesserung der personellen Lage kann der Trainer nicht hoffen. Niko Bungert und Julian Baumgartlinger haben sich aufgrund ihrer Verletzungen bereits vorzeitig in die Weihnachtspause abgemeldet.

Niko Bungert (links) am Rande des Trainingsplatzes am Mittwoch. Der 05-Innenverteidiger hat wegen eines Knochenmarködems vorzeitig das Fußballjahr beendet. Foto: Jörg SchneiderNiko Bungert verfolgte am Mittwochmorgen dick verpackt am Bruchweg das Training seiner Mannschaft bei ungemütlichem Schneetreiben und Schneeregen. Für den Innenverteidiger des FSV Mainz 05 ist das aktive Fußballjahr beendet. „Ich habe es mehrfach versucht, aber es geht nicht“, sagte der 05-Profi. „Immer, wenn ich abspringe, spüre ich einen stechenden Schmerz im Hüftbereich.“

Mehrere Untersuchungen haben inzwischen ergeben, dass der 27-Jährige am so genannten „bone bruise“, leidet. Einem Knochenmarködem am Hüftgelenk, das keine Bundesligaeinsätze zulässt. Die 05er haben Bungert aus dem Training herausgenommen. Der Profi erhält Behandlung. Die medizinische Abteilung des Bundesligisten versucht alles, damit Bungert am 5. Januar zum Trainingsauftakt der Rückrunde wieder auf dem Platz stehen kann. Doch zunächst brauche der Spieler Ruhe, keine Belastung und therapeutische Maßnahmen, heißt es am Bruchweg.

Trainingsversuch: Christoph Moritz hofft auf ein Comeback vor Weihnachten. Foto: Jörg SchneiderDas gilt genauso für Julian Baumgartlinger. Der Österreicher hat ebenfalls versucht, wieder ins Training einzusteigen, aber die Aussichten, dass der Mittelfeldspieler noch ein Spiel in diesem Jahr bestreiten kann, tendieren gegen null. Weil die Kniereizung unter Belastung nicht abklingt, haben sich die Verantwortlichen in Abstimmung mit einem Münchner Kniespezialisten, den der Spieler Anfang der Woche aufgesucht hatte, entschlossen, auch Baumgartlinger in die Fußballpause zu schicken, den 25-Järhigen weiter zu behandeln und für den 5. Januar wieder fitzukriegen.

Ein klein wenig Hoffnung auf ein Comeback vor Weihnachten gibt es noch bei Christoph Moritz. Der Mittelfeldspieler, der seit Wochen wegen anhaltender Rückenprobleme ausfällt, stand am Mittwoch wieder auf dem Platz, machte einige Trainingsformen mit und absolvierte dann auf dem Nebenplatz ein Aufbauprogramm mit Fitnesscoach Axel Busenkell. Moritz hofft darauf, dass er mit etwas Glück in Köln wieder zur Verfügung stehen kann.

Schlechte Nachrichten gibt es zudem von Ja-Cheol Koo. Der Südkoreaner musste das Vormittagstraining abbrechen. Wadenprobleme. Eine Schwachstelle des Mittelfeldspielers, der sich vorsorglich zur Behandlung verabschiedete.

Interessant an der ersten Einheit der Vorbereitung auf die Partie am Samstag gegen den Tabellenletzten aus Stuttgart, war die Rolle, die Jairo in einigen Spielformen einnahm. Der spanische Außenstürmer gab in den Trainingsspielen den Ballverteiler im Mittelfeld. Nur ein Experiment?  Kasper Hjulmand mochte das Mittwochtraining nicht näher kommentieren, sagte nur auf dem Weg in die Kabine: „Wir werden bereit sein.“

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