Berggreen wird am Knie operiert

Jörg Schneider. Mainz.
Und plötzlich fehlen dem FSV Mainz 05 zwei Stürmer: Yoshinori Muto hat sich bekanntlich in Hannover einen Anriss des Außenbandes im rechten Knie zugezogen und fällt wochenlang aus. Jetzt verkündete der Bundesligist, dass Neuzugang Emil Berggreen sich am Donnerstag einer Operation unterziehen muss. Dem Dänen wird in München ein Schleimbeutel im Knie geglättet. Man habe sich dazu entschieden den Eingriff, der ohnehin notwendig geworden wäre, jetzt durchzuführen und nicht im Sommer.

Der FSV Mainz 05 hat am Fastnachtsdienstag eine überraschende Entwicklung bei Winter-Neuzugang Emil Berggreen bekannt gegeben: Der Stürmer wird am Donnerstag am Knie operiert. Beim Angreifer, der vom Zweitligisten Eintracht Braunschweig kam, muss ein Schleimbeutel im rechten Knie geglättet werden. Das Ganze sei keine große Operation. Der 22-Jährige brauche nach dem arthroskopischen Eingriff ein paar Tage Ruhe und könne dann ans Mannschaftstraining herangeführt werden.

Emil Berggreen hat in Mainz bisher sowieso nur Reha-Training absolvieren können. Jetzt muss sich der Neuzugang einem Eingriff am Knie unterziehen. Foto: Jörg Schneider„Uns war die Verletzung und der komplette Vorgang bei Emil bekannt“, erklärte Team-Manager Axel Schuster am Dienstag. „Wir haben uns im Winter trotzdem dafür entschieden, den Spieler zu verpflichten, weil wir ihn sonst vielleicht nicht bekommen hätten. Wir wollten ihn aber jetzt haben, damit er sich bei uns an die Bundesliga gewöhnen kann, weil wir ihn auch als Vorgriff auf die neue Saison gesehen haben. Wir wissen ja nicht, wie im Sommer die Stürmersituation aussehen wird.“ Berggreen habe sich vor sechs Jahren einer Operation an der Patellasehne unterzogen. Dabei sei ein Schleimbeutel angegriffen worden, der sich im Laufe der Zeit vergrößert habe. Dieser Schleimbeutel habe dem Spieler seit geraumer Zeit Probleme bereitet und dauerhaft Schmerzen verursacht.

Berggreen habe die Vorrunde in Braunschweig nur mit Hilfe schmerzstillender Medikamente spielen können. „Wir haben uns am Wochenende zusammengesetzt und beraten, ob es sinnvoll ist, so weiter zu machen oder diesen Eingriff jetzt vornehmen zu lassen, weil er im Moment ohnehin nicht fit ist“, so Schuster. „Emil ist sowieso aus einer sechswöchigen Reha in Dänemark zu uns gekommen. Er war ja bisher noch gar nicht drin bei uns und hätte sowieso noch einen Monat gebraucht, um richtig reinzukommen“, sagt Martin Schmidt. Also habe man sich in Ansprache mit dem Profi dazu entschlossen, die notwendige Operation jetzt durchzuführen und nicht erst nach der Saison, weil der Däne sonst wieder einen Teil der Sommer-Vorbereitung verpasst hätte. Jetzt sei es möglich, in vier Wochen einen vollwertigen Spieler zur Verfügung zu haben, der sich entwickeln könne und für die neue Saison aufgebaut werde.

Nach der Verletzung von Yoshinori Muto in Hannover fehlen dem 05-Trainer momentan damit zwei zentrale Angreifer. Muto hatte sich beim 1:0-Sieg in der Aktion (58. Minute), in der der Japaner die Gelbe Karte kassiert hatte, den Anriss des Außenbandes im rechten Knie zugezogen als er dem 96-Spieler hinter gelaufen war und bei der folgenden Grätsche das Knie überdehnt hatte. Die Verletzung wird konservativ behandelt. Muto trägt seit Dienstag eine bewegliche Schiene und soll nach einer weiteren Untersuchung am Freitag bereits am Wochenende erste Laufübungen in der Reha absolvieren. Die 05er rechnen damit, dass der Angreifer in rund vier Wochen ins Mannschaftstraining zurückkehrt.

Unterdessen ist Karim Onisiwo kurz davor, ins Training einzusteigen. Der österreichische Neuzugang, der inzwischen auch für die 05er spielberechtigt ist, hat seine schmerzhafte Prellung und Entzündung am großen Zeh weitgehend überwunden. „Wir rechnen jeden Tag mit ihm“, sagt Schmidt. Onisiwo seit mit einigen Einheiten Mannschaftstraining dann auch schnell wieder spielfähig. „Dadurch haben wir jetzt nicht den großen Stürmermangel“, betont der 48-Jährige. „Onisiwo kann vorne alle drei Positionen spielen. Auch Pablo De Blasis könnte auf Mutos Position spielen. Er ist ja bei uns mehr oder weniger vom Mittelstürmer umgeschult worden für die Außenbahn.“

In erster Linie muss ruhen jedoch die Hoffnungen in nächster Zeit auf Jhon Cordoba als Mittelstürmer. „Yoshis Ausfall ist ganz klar etwas, was wir kompensieren müssen“, sagt der Trainer. „Wir haben aber gesehen, dass Jhon fit ist und so weit ist, unserem Spiel etwas Neues zu geben. Ich wäre aufgrund von Cordobas derzeitigem Leistungsstand ohnehin bald in die Situation gekommen, mir darüber Gedanken zu machen, ob ich Yoshi oder Jhon von Anfang an bringe.“ Der Kolumbianer habe nun die Möglichkeit die große Chance zu ergreifen. „Er ist jetzt ganz klar gesetzt und muss sich da vorne beweisen.“

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