Beister: Viel Training und behutsamer Aufbau

Jörg Schneider. Mainz.
Bestes Fußballwetter, gute Stimmung und ein wieder prall gefüllter Profi-Kader: Der FSV Mainz 05 ist am Montagnachmittag am Bruchweg in die Trainingswoche gestartet. Auf dem Programm steht die Vorbereitung auf die beiden Top-Spiele, am Mittwochabend in Leverkusen und am Samstag zu Hause gegen den FC Bayern. Martin Schmidt durfte sich über rege Beteiligung freuen. Maximilian Beister trainiert wieder in vollem Umfang, Danny Latza hat seine Adduktorenprobleme überwunden und auch Jairo und Jhon Cordoba hinterließen einen guten Eindruck.

Das Montagstraining am Bruchweg war lange zu Ende, die Profis des FSV Mainz 05 längst in der Kabine verschwunden, da hämmerte Yunus Malli noch einen Ball nach dem anderen aufs von drei Pappkameraden geschützte Tor. Der dreimalige Torschütze und Matchwinner vom 3:1-Heimsieg gegen die TSG Hoffenheim  legte eine Extra-Schicht Schusstraining ein. Freistöße und Abschlüsse innerhalb des Strafraums. Das Ganze unter der Anleitung von Stephan Kuhnert, dessen Schusstechnik bekanntermaßen bundesligareif ist. Der Torwarttrainer der 05er war zufrieden mit Mallis Ergebnissen. „Der Junge hat mittlerweile einen echt guten Schuss mit dem Halbspann“, sagte Kuhnert.

Zuvor stand eine knackige Trainingseinheit überwiegend auf Kleinfeldern mit intensiver Balljagd auf engem Raum, Umschaltaktionen mit möglichst schnellem Abschluss auf der Tagesordnung. Erfreulich für Trainer Martin Schmidt: Der Profi-Kader ist wieder gut besetzt. Nur noch Fabian Frei und der angeschlagene Henrique Sereno fehlten. Maximilian Beister hat bereits am Wochenende seine erste Einheit mit dem Team absolviert nach überstandener Verletzung. Danny Latza, der gegen die Hoffenheimer wegen Adduktorenproblemen ausgefallen war, ist wieder voll belastbar und einsatzfähig. Jairo hat sich fit zurückgemeldet und auch Neuzugang Jhon Cordoba mischte kräftig mit. Der wuchtige Mittelstürmer hinterließ einen starken Eindruck. Das Kraftpaket aus Südamerika überzeugte mit seiner Athletik, mit Schnelligkeit, Explosionskraft im Antritt. Der Stürmer kann seinen Körper einsetzen, den Ball abschirmen, festmachen und verteilen und erzielte auch etliche Tore. Das sah gut aus. Schmidt kann also in dieser Englischen Woche mit der Auswärtspartie am Mittwochabend bei Bayer Leverkusen und am Samstag in der Coface Arena gegen den FC Bayern München personell aus dem Vollen schöpfen und hat insbesondere im Angriff viele Optionen für die verschiedensten Herangehensweisen.

„Für mich ist es sehr positiv und ein gutes Gefühl, dass ich nach vier Wochen endlich wieder trainieren kann“, sagte Beister anschließend. Der Außenstürmer hatte wegen eines so genannten Bone Bruise im Knie  pausieren müssen. „Ich fühle mich sehr gut und muss unserer medizinischen Abteilung ein Riesenkompliment machen. Die haben einen sehr guten Job gemacht“, sagte Beister. „Jetzt geht es für mich darum, viel zu trainieren und wieder reinzukommen.“ Ein Zeitfenster für ein mögliches Bundesliga-Comeback hat sich der Ex-Hamburger nicht vorgegeben. „Ich habe gelernt, was es bedeutet, wenn man zu schnell zu viel macht. Deshalb muss ich das Ganze jetzt erstmal behutsam aufbauen.“

► Alle Artikel zum Trainingsbetrieb

► Zur Startseite