Aufsichtsrat beschließt Dreier-Lösung

Jörg Schneider. Mainz.
Der Aufsichtsrat des FSV Mainz 05 hat sich dafür entschieden, den Vereinsvorstand des Bundesliga-Vereins um ein weiteres Mitglied zu erweitern. Seit Juli bildet Rouven Schröder als hauptamtliches Mitglied eine Doppelspitze mit dem von der Mitgliederversammlung neu gewählten Johannes Kaluza, der in seiner Funktion als ehrenamtlicher Vereinschef gleichzeitig die Rolle des Vorstandsvorsitzenden innehat. Der künftige dritte Vorstand soll den kaufmännischen Bereich des Vereins verantworten. Bei der Suche scheint der Aufsichtsrat offenbar zudem eine externe Lösung anzustreben.

Aufsichtsratschef Detlev Höhne mit den aktuellen 05-Vorständen Johannes Kaluza und Rouven Schröder. Foto: Jörg SchneiderAnfang Juli, parallel zum Auftakt der Saison-Vorbereitung seiner Mannschaft, hatte der anderthalb Wochen zuvor gewählte Aufsichtsrat des FSV Mainz 05 Rouven Schröder zum ersten hauptamtlichen Vorstand in der Geschichte des Klubs bestellt. Der bis dahin als Sportdirektor angestellte 41-Jährige bildet seitdem eine Doppelspitze mit dem zuvor von der Mitgliederversammlung neu gewählten Johannes Kaluza, der in seiner Funktion als ehrenamtlicher Vereinschef gleichzeitig die Rolle des Vorstandsvorsitzenden innehat. In seiner Sitzung am Montag hat sich der 05-Aufsichtsrat nun einhellig dafür ausgesprochen, den Vereinsvorstand um ein weiteres Mitglied zu erweitern. Dieser zweite hauptamtliche Vorstand soll in Zukunft den kaufmännischen Bereich des Vereins verantworten, also die Themen Finanzen, Marketing, Organisation und Personal. Das teilte der Verein in einer Presseerklärung mit.

 „Der Aufsichtsrat hat sich vor seiner Entscheidung intensiv mit den internen Strukturen und Arbeitsabläufen des Vereins befasst. Die Geschäftsführer sind in diesen Analyseprozess mit einbezogen gewesen“, sagt Detlev Höhne, Vorsitzender des Aufsichtsrats. Die Suche nach einer geeigneten Persönlichkeit mit entsprechender Berufserfahrung habe nun begonnen, das Auswahlverfahren werde von externen Experten professionell begleitet. Höhne hatte Anfang Juli erklärt, dass sich das Gremium 100 Tage Zeit nehmen wolle, um zu überlegen, wie ein Organisationsmodell bei Mainz 05 in Zukunft aussehen könne. Man wolle keinen Schnellschuss machen, sondern gemeinsam überlegen, wie es mit dem Vorstand weitergehen solle. Diese Frist ist inzwischen abgelaufen.

Überraschend an der aktuellen Entscheidung sind nun zwei Dinge. Einerseits, dass der künftige 05-Vorstand lediglich auf drei Personen aufgestockt wird, von denen Schröder und das künftige Mitglied hauptamtlich arbeiten. Nach dem langwierigen Prozess der Strukturreform bei Mainz 05 war allgemein davon ausgegangen worden, dass der neue Aufsichtsrat drei hauptamtliche Vorstände bestellen werde. Außerdem ist überraschend, dass die Erklärung danach klingt, dass Höhne und dessen Gremium dabei offenbar auf eine externe Lösung setzen. Die bisher als interne Variante mit den als mögliche Vorstandskandidaten gehandelten Geschäftsführer Dag Heydecker (Vertrieb, Marketing, Ticketing, Mitgliederservice und Fan-Betreuung) sowie Christopher Blümlein (Finanzen und Controlling) wäre damit vom Tisch.

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