Auch Polter nach England

Christian Karn. Mainz.
Der FSV Mainz 05 hat für einen weiteren zurückgekehrten Leihspieler einen Abnehmer gefunden - und einen, der auch den Spieler weiterbringen dürfte: Sebastian Polter, zuletzt Torjäger bei Union Berlin, wechselt wie erwartet nach England zum Premier-League-Absteiger Queens Park Rangers. Als Ablöse für den Stürmer, der an den ersten Trainingstagen der 05er schon nicht mehr teilgenommen hat, dürften knapp 2,5 Millionen Euro fällig werden.

Sebastian Polter war nicht lange in Mainz. Wenige Tage nach seiner Rückkehr von Union Berlin wechselte der Stürmer nun zu den Queens Park Rangers. Foto: Jörg Schneider.Nach Julian Koch, der bereits vor einigen Wochen bei Fortuna Düsseldorf unterschrieb, hat nun der nächste zuletzt verliehene Spieler des FSV Mainz einen neuen Klub gefunden: Sebastian Polter wechselt nach London zum Premier-League-Absteiger Queens Park Rangers FC. 

Eine große Überraschung ist das nicht mehr; der Transfer hat sich in den letzten Tagen bereits angekündigt. Polters Wunsch, nach England zu wechseln, haben die 05er zugestimmt, weil "die Queens Park Rangers ein wirtschaftlich sehr vernünftiges Angebot unterbreitet haben", so Christian Heidel. Der 05-Manager verrät zwar wie gewohnt nicht, in welchen Bereichen dieses Angebot liegt; es dürften aber knapp 2,5 Millionen Euro sein.

Polter war vor zwei Jahren vom VfL Wolfsburg, der ihn zuvor an den 1. FC Nürnberg verliehen hatte, zu den 05ern gekommen, hatte in der Vorbereitung auch einige Tore geschossen, aber in der Bundesliga nicht überzeugt, in dreizehn Spielen lediglich zwei Tore vorbereitet. Mit jeweils drei Tore und drei Vorlagen, die jeweils unmittelbar zu Punktgewinnen führten, leistete Polter in seinen sieben Regionalligapartien für die Mainzer U23 hingegen einen wichtigen Beitrag zum Aufstieg in die 3. Liga.

Beim 1. FC Union Berlin, an den er zuletzt ausgeliehen war, war Polter der wichtigste Offensivmann. Mit 14 Saisontoren ist er der viertbeste Torjäger der vergangenen Zweitliga-Saison. Die Berliner hätten den Stürmer gern gehalten, konnten einen Kauf aber nicht finanzieren.

In Westlondon könnte Polter übrigens einem alten Bekannten begegnen: Flemming Pedersen, einer von Kasper Hjulmands Co-Trainern, wurde kürzlich beim Zweitliga-Konkurrenten Brentford FC als "Head of Football Philosophy and Player Development" vorgestellt. Queens Parks Stadion Loftus Road und Brentfords Griffin Park liegen nur sechs Kilometer auseinander.

Noch offen ist derweil die Zukunft der übrigen drei Leihspieler, die nun nach Mainz zurückkamen: Chinedu Ede (zuletzt Anorthosis Famagusta) trainiert vorerst mit der U23, Daniel Schahin (SC Freiburg) und Niki Zimling (Ajax Amsterdam) sind leicht verletzt.

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