05er warten auf Nachrichten aus Korea

Jörg Schneider. Mainz.
Gespanntes Warten auf die Diagnose. Joo-Ho Park, der Linksverteidiger des FSV Mainz 05, der am Dienstag im Länderspiel gegen Costa Rica verletzt ausscheiden musste, konnte bisher nicht zurück nach Deutschland fliegen. „Es sieht nicht besonders gut aus“, sagte Christian Heidel am Mittwochnachmittag. Der 05-Profi wird in seiner Heimat Südkorea behandelt, musste sich dort einem MRT unterziehen. Möglicherweise droht ein längerer Ausfall.

Es war eine Grätsche von hinten auf die Socken, die Joo-Ho Park im Länderspiel gegen Costa Rica fällte. Der Linksverteidiger des FSV Mainz 05 musste mit einer Trage vom Platz gebracht werden und hat sich eine Knöchelverletzung am Sprunggelenk zugezogen. Die genaue Diagnose liegt jedoch immer noch nicht vor. „Wir warten drauf“, sagte Christian Heidel am Mittwochnachmittag. Offenbar  ist der Schaden an Parks Knöchel so gravierend, dass die Ärzte den Nationalspieler Südkoreas nicht zurückfliegen ließen. Der 27-Jährige wird in seiner Heimat behandelt. Ein dort durchgeführtes MRT soll Aufschluss über die Schwere der Verletzung geben. Wegen der Zeitverschiebung gab‘s bisher keine neuen Nachrichten nach Mainz. „Es sieht nicht besonders gut aus“, sagt der 05-Manager.

Möglicherweise droht Park länger auszufallen. Der 05-Profi ist seit über einem Monat weg von seiner Klub-Mannschaft. Zunächst bestritt der Spieler mit der U23-Nationalmannschaft Südkoreas das Fußball-Turnier bei den Asien-Spielen. Mit dem Sieg in diesem Wettbewerb erreichte Park das große Ziel, vom Militärdient im nächsten Jahr befreit zu werden und seine Karriere fortzusetzen. Nach dem Turnier war Park sofort zum A-Nationalteam gereist, das von Uli Stielike trainiert wird.

Nikita Rukavystsyas Wechsel bringt den 05ern jetzt keine Ablöse, dafür aber Gehaltseinsparung. Foto: Jörg SchneiderHeidel gab der 05MixedZone unterdessen einige Hintergründe zum Wechsel von Nikita Rukavytsya zum australischen Erstligisten Western Sydney Wanderers. Der australische Vizemeister habe vor etwa acht Wochen bereits wegen des 05-Profis angefragt, danach aber nichts mehr von sich hören lassen. Rukavytsya habe sich am Wochenende die Erlaubnis der 05er geholt, ein zehntätiges Probetraining mit Rubin Kasan zu absolvieren. Der russische Klub bestreite derzeit ein Trainingslager im Sporthotel Klosterpforte in Ostwestfalen. Der Spieler sei allerdings kaum abgereist, da habe sich der Verein aus Sydney gemeldet, sei konkret geworden, und der Transfer habe schnell über die Bühne gehen können.

„Wir haben den Vertrag mit dem Spieler aufgelöst“, sagt Heidel. Mainz 05 habe jetzt keine Ablösesumme erhalten. „Wir haben aber erhebliche Anteile an den Rechten behalten.“ Sollte der Stürmer in der A-League seiner Heimat ein erfolgreiches Comeback starten und irgendwann den Verein wechseln wollen, sitzen die 05er ablösetechnisch mit im Boot. Mainz 05 habe dem Wechsel nach Sydney zugestimmt, weil dieser Transfer für den Verein lukrativer sei als ein Transfer in die deutsche Zweite Liga, aus der es anscheinend einige Angebote für den Angreifer gegeben hat.

Rukavytsya hat in Mainz ein veritables Bundesligagehalt bezogen und gehörte am Bruchweg nicht zu den Niedrigverdienern. Das erschwerte einen Transfer in die Zweite Liga. Heidel spart durch die Vertragsauflösung nun einen soliden Gehaltsplatz ein, Rukavytsyas Vertrag in Mainz wäre noch bis zum Ende der Saison gelaufen. In Australien unterschrieb der Profi nun einen Kontrakt über ein Jahr.

 

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