05er prüfen Linksverteidiger-Option

Jörg Schneider. Mainz.
Der FSV Mainz 05 wird möglicherweise auf den Weggang von Pierre Bengtsson zum französischen Erstligisten SC Bastia reagieren und auf den letzten Drücker noch einen neuen Linksverteidiger verpflichten. „Wir prüfen jetzt noch eine Option. Wenn das klappt, machen wir noch etwas“, sagte Martin Schmidt am Dienstag. Ansonsten sei die Kaderplanung kurz vor dem Ende der Transferperiode abgeschlossen. „Aktuell läuft sonst vom Kader her aber bei uns gar nichts mehr“, betonte der 05-Trainer.

Pierre Bengtsson will regelmäßig spielen und ist deshalb zum SC Bastia gewechselt. Der FSV Mainz 05 prüft derweil eine Nachfolge-Option. Gut möglich, dass der FSV Mainz 05 kurz vor dem Ende der Transferperiode noch einen Linksverteidiger verpflichtet. Martin Schmidt hat nach dem Vormittagstraining am Dienstag angedeutet, dass der Bundesligist eventuell noch einmal auf dem Markt tätig wird. „Wir prüfen jetzt noch eine Option. Wenn das klappt, machen wir noch etwas“, erklärte der 05-Trainer. Durch die Ausleihe von Pierre Bengtsson nach Korsika zum französischen Erstligisten SC Bastia sind die 05er unter Umständen etwas dünn aufgestellt hinten links in der Viererkette. „Wir machen aber nichts zwingend. Wir hatten im Sommer für diese Position die Augen offen und zwei Spieler ganz klar im Kopf. Die sind aber mittlerweile fixiert und der eine, den wir hätten kriegen können, hat sich reingespielt, ist wieder Stammspieler“, so der 49-Jährige.

Schmidt glaubt, sollte ein solcher Last-Minute-Transfer scheitern,  könne der Kader das dennoch auffangen. Daniel Brosinski hat sich links hinten gut eingeführt. Giulio Donati habe dort schon gespielt. „Vor allem ist auch Gaetan Bussmann jetzt bereit. Seine Kniegeschichte ist durch. Dazu kann der eine oder andere aus dem Zentrum links hinten spielen. Wir werden nichts übers Knie brechen. Wir wussten ja länger von der Bengtsson-Geschichte und sind nicht in Hektik geraten. Wenn’s passt, geht aber noch was.“

Der Schwede hatte sich seit der Sommerpause mit Wechselabsichten getragen. „Pierre hatte nach dem Zugang von Bussmann Druck auf der Position. Gaetan hat den Platz dann im Frühling übernommen, Pierre war eins hinten dran. Er hat aber gesagt, er müsse regelmäßig spielen, sonst werde er auch von der schwedischen Nationalmannschaft übersehen“, so Schmidt. „Wir haben ihm im Sommer gesagt, wenn du unzufrieden bist mit der Situation hier und du kannst dich verändern, dann lass dich mal ausleihen. Wir haben ja gute Erfahrungen damit gemacht. Und der Spieler ist auch froh darüber.“ In der Vorbereitung hatte sich dann noch Brosinski an Bengtsson vorbeigeschoben. „Da hat er sich endgültig entschieden, die Vereinssuche zu intensivieren.“ Der 28-Jährige ist vorerst bis zum Ende der Saison nach Bastia verliehen.

Aktuell ist es am Bruchweg nicht vorgesehen, weitere Akteure auszuleihen oder abzugeben. „Wir haben einige junge Spieler, die damit rechnen müssen, in der U23 zu spielen. Wenn sie die Situation akzeptieren, bei uns trainieren, ab und zu in der Dritten Liga zu spielen, dann ist es gut. Wenn jemand sagt, das ist mir zu wenig, dann könnte man noch über eine Ausleihe reden. Da ist aber nichts aktuell. Es ist ja auch keine Strafe, wenn du bei uns trainierst und dann U23 spielst. Das ist meist besser, als irgendwo hinzugehen zum Zweitligisten und dort plötzlich auch nur Backup zu sein“, betonte der Trainer. „Aktuell läuft vom Kader her aber bei uns gar nichts mehr.“

Auch nicht bei Besar Halimi und Gerrit Holtmann, die zum Auftakt nicht im Dortmund-Kader und auch nicht in der Dritten Liga zum Einsatz gekommen waren. „Es waren bisher ja nur zwei Pflichtspiele“, sagte Schmidt. „Die große Chose beginnt ja erst Mitte September. Da wird jeder genügend Gelegenheit haben zu spielen. Ich kann ja auch nicht vier Leute zur U23 schicken. Gerrit wird gegen Sandhausen am Donnerstag seinen Einsatz haben, Halimi ist jetzt eh weg zur Nationalmannschaft. Ab Hoffenheim geht es los, ab dann wird sicher jeder seine Einsatzchance kriegen.“

Für Holtmann, Halimi, aber auch für José Rodriguez sei es eine sehr harte Vorbereitung gewesen, die nun ihren Tribut fordere. „Denen tut es gut, etwas langsamer zu machen und durch taktische Schulung jetzt näher zu kommen. Wir werden sie in Ruhe heranführen.“ Die Profis seien doch mehr oder weniger Perspektivspieler. „Wenn die im nächsten Frühling alle spielen, haben wir alles richtig gemacht. Wenn sie im Herbst schon reinkommen, ist es ganz perfekt. Wir haben sie nicht geholt um zu sagen, sie müssen gegen Dortmund in der Startelf sein.“ Eine Ausnahme sei Jean-Philipp Gbamin. Beim noch 20-jährigen Mittelfeldspieler habe man, laut Schmidt, das Gefühl, dass es schneller gehe. „Das hat ja in Dortmund schon gut gepasst.“

Jhon Cordoba, der bei der 1:2-Niederlage im Westfalenstadion wegen seiner Fußgelenksprellung fehlte, geht es unterdessen voran. Am Dienstag joggte der Mittelstürme seine Runden über den Trainingsplatz. „Er musste das Abschlusstraining abbrechen wegen Schmerzen oben auf dem Rist. Mit Schmerztabletten wäre es vielleicht gegangen, aber wir wollten kein Risiko eingehen“, erklärte der 05-Trainer. „Jetzt hat er wieder ein paar Tage Ruhe und Aufbau gehabt. Jhon wird in der Woche ins Training einsteigen und gegen Hoffenheim fit sein.“  

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